Pакија in Ohrid

Glühend heiß war es, als wir im Juni 2012 am Weg durch Südosteuropa im mazedonischen Ohrid am gleichnamigen See eintrafen. Die mazedonische Gastfreundschaft war uns bereits aufgefallen, als uns mehrere Autos quer durch Ohrid lotsten. Ja, sie stritten geradezu darum, wem wir nachfahren sollten und nahmen dann nicht einmal Trinkgeld! So schafften wir es zu Boban ins Quartier.

Der Empfang war unvergesslich! Wir waren unglaublich verschwitzt und benötigten dringend eine kühle Dusche zur Erholung aber Boban empfing uns, der südosteuropäischen Tradition entsprechend, mit Rakija im Viertelliterglas und einem "griechischen Kaffee", so stark, dass uns das Herz flatterte.

So saßen wir in voller Montur auf der Sitzgarnitur vor dem Haus - den Blick sehnsuchtsvoll auf den kühlen Pool gerichtet - und lauschten höflich seinen Ausführungen und Erzählungen über Ohrid, die er in perfektem Englisch vortrug. Boban, der viele Jahre in Kanada gearbeitet hatte, war bewaffnet mit einem Stadtplan, wo er die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Gehwege bereits für uns eingezeichnet hatte. Und wieder goß er Rakija und Kaffee nach. Es war mörderisch...

Trotz diesem denkwürdigen Empfang haben wir es dann später zuerst unter die Dusche und dann zur Stadtbesichtigung geschafft. Mit ziemlich weichen Knien...

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zuletzt aktualisiert am 19.4.2018