Mandø - Grindsted - Hirtshals - Mandal

3. Tag Kiel - Mandø - Grindsted

Als wir aufwachen ist es trüb und bewölkt bei 22°C. Das ist fein! So stört es uns weniger, unser Gepäck in die Tiefgarage zu tragen. Uns fällt es leicht, auf das Frühstück in diesem Hotel zu verzichten. Ob wir nochmal zu Gosch fahren könnten? Aber dort ist Sonntags Brunch und vielleicht gibt es kein kleines schnelles Frühstück? Egal, wir finden  unterwegs etwas! Während dieser Überlegungen erreicht uns eine fürsorgliche Nachricht von Svenja: Sie hat uns die Gezeitentabelle für Mandø getickert! Wir haben bis ca 15:00 Zeit, diese Gezeiteninsel zu erreichen, bevor die Flut wieder aufläuft! Es ist 10:45, als wir mit den vollgepackten Transalps aus der Tiefgarage tuckern. Mit Googlemaps haben wir uns den Weg aus der Stadt zurechtgelegt. Als wir den "Kleinen Kiel" überqueren und bei Svenjas Wohngegend vorbeikommen, denkt Angelika noch einmal still "Tschüss meine Liebe, eine gute Reise nach Island und bis nächstes Jahr!" in den Helm. Über die Holtenauer Straße finden wir die B76 nach Eckernförde und dort wollen wir hin. 

Wir finden es cool, auf der B76 über den "Nord-Ostsee-Kanal" zu fahren. Es sind aber keine Schiffe in Sicht und deshalb fahren wir ohne Pause weiter. Die ersten paar Kilometer mutet die Straße wie eine Autobahn an, es wird jedoch bald hübscher. Wieder sieht man links und rechts auf dieses aufgeräumte Land und uns gefällt das gut. Aber - kann es sein, dass es noch flacher geworden ist seit gestern?!

Nach ca. 30 km rollen wir in Eckernförde ein. Aus den Augenwinkeln sehen wir am rechten Fahrbahnrand etwas Ungewohntes und hopsen mit den Transalps kurzentschlossen auf die Strandpromenade, die hier die Eckernförder Bucht entlang verläuft. Ja gibts denn das? Ein Hundestrand! Wir beobachten begeistert, wie Kinder mit ihren Hunden spielen, ins Wasser springen, gemeinsam schwimmen und paddeln. Die Hunde sind trunken vor Freude und wetzen ungehemmt den Strand entlang und spielen auch miteinander. Was für ein großartiger Anblick! Als wir so dastehen und zugucken, da kommt eine erstaunte Dame auf Angelika zugestöckelt: "Dass so ´ne zarte Frau so ´ne schwere Maschine  fahren kann!" Wir müssen lachen. Charmant sind sie, die Nordlichter, aber vielleicht blind?

Wir reissen uns von dem entzückenden Anblick des Hundestrandes los und tuckern in den Ort hinein. Zielsicher finden wir das Zentrum und sind begeistert! Einen Museumshafen gibt es hier, eine wunderhübsche Fußgängerzone und unzählige Imbiss-Standln (an denen man sicher auch die echten Kieler Sprotten bekommt, die hier erzeugt werden). Am Museumshafen ist ein Stadtfest und Menschenmassen wälzen sich durch die engen Gänge. Wir machen schnell ein Foto und wollen weiter. Frühstück ist für später geplant!

Wir tuckern weiter übers ausgesprochen flache Land und seine langen Geraden. Grün ist es hier, links und rechts fruchtbare Felder, so weit das Auge reicht! Nach 20 km sehen wir das kleine unauffällige Schild, das nach links in eine Straße weist: "Wikingerdorf Haithabu". Das wäre am Plan gestanden und ist seit zwei Tagen sogar UNESCO-Weltkulturerbe, jedoch zeigt uns ein Blick auf die Uhr, dass wir uns das für das nächste Mal aufheben werden. Ausserdem haben wir noch nicht gefrühstückt und in Mandø wartet die Ebbe nicht auf uns! Die Entscheidung war klug, denn plötzlich versperrt eine Baustelle die B76. Umleitungen ohne Wegweiser auf Straßen ohne Namen führen uns durch winzige Weiler, deren niedrige Häuser mit Reet (=Schilfrohr) gedeckt sind. Wunderbar kurvige Güterwege, teilweise einspurig und fremdartige Anblicke. Das macht richtig viel Spass nach der geraden B76! 

Um 13:00 haben wir Flensburg erreicht und stellen die Transalps mitten in der Stadt an der Hafenkante auf. Hier ist es schön, sogar die Sonne kommt heraus! Gleich daneben gibt es "Hansens Brauerei" und nun wird es ernst mit Frühstück. Die gutgelaunten Kellner empfehlen uns Frikadellen mit Senf und Brot und dazu "nen Pott Kaffee". Ok! Es schmeckt großartig und nun wissen wir, dass ein Pott einfach nur ein Häferl ist und nicht eine Kanne, so wie wir gedacht haben ... diese Fremdsprache Deutsch! :-) Jetzt brauchen wir aber wirklich eine Landkarte von Dänemark, denn gleich sind wir da! Bei einer kleinen Tankstelle in Flensburg haben wir Glück. Jetzt geht es endlich weiter!

Um ca. 14:00 erreichen wir die dänische Grenze in der Nähe von Pattburg, nachdem wir uns ein paar Mal im Industriegebiet verfahren haben. Wir wollen nun den direkten Weg an die Westküste nehmen und wählen bei Klipleff die B179. Ribe ist schon angeschrieben! Tja und nun lernen wir die Straßen Dänemarks kennen. Meine Güte, ist das Land hier flach und die Straßen kurvenfrei. Unfassbar endlose Gerade reihen sich aneinander und links und rechts ... nichts, was in Erinnerung bleibt. Nur die Kreisverkehre alle paar Kilometer bringen eine trübe Abwechslung - und eine Kurve. Wir sind sicher, die wurden nur deshalb gebaut! Und das wirklich Erstaunliche? Meistens erlaubte Höchstgeschwindigkeit 70 km/h, selten 80 km/h. Immer wird uns diese eine Gerade in Erinnerung bleiben: viele Kilometer schnurgeradeaus, Höchstgeschwindigkeit 50 km/h. Und wir haben trotzdem Gelegenheit, das ein oder andere Auto zu überholen, das bedeutend langsamer fährt. Unfassbare dänische Mentalität! Nervenzerfetzend, wenn man sich nicht schnell daran gewöhnt.

Um 15:00 haben wir an der hübschen weißen Kirche den Beginn des Mandø Ebbevej in Vester Vedsted erreicht. Großartig! Angelika steuert mit ihrer Transalp begeistert dem Meer entgegen und fährt tief in den Schlamm, denn in der Ferne hat die Flut bereits begonnen. Zwei wunderhübsche Mädchen kommen auf ihren Pferden gerade von der Gezeiteninsel zurück, als wir dort wie wild fotografieren. Wir können da nicht mehr hinüber (auch weil dieser 7 km lange Weg für Motorräder grundsätzlich gesperrt ist und nur die Traktorbusse hier fahren dürfen) aber wir sitzen dort trotzdem eine Stunde lang und beobachten, wie das Wasser steigt. Während wir die Sage von der Frau lesen, die als Statue hier immer noch auf ihren Liebsten wartet, der nie wieder von Mandø zurückgekehrt ist, genießen wir die unglaubliche Ruhe hier. Es ist für uns binnenländisches Bergvolk eine fremdartige Umgebung. Die Ebene reicht rundherum bis zum Horizont und wo vor kurzem noch Angelikas Transalp stand, dort ist nun das Wattenmeer. (Svenja wird uns später von der Tücke der Priele erzählen...) Bald müssen wir weiter, es schaut nach Regen aus. Trüb, grau und nebelig ist es hier, als wir noch den Einstieg zum Låningsvejen besichtigen. Diese Piste darf jedermann nach Mandø rüberfahren, aber auch hier holt sich das Meer bereits Meter für Meter Land zurück...

Wir haben nun langsam genug von diesen unendlichen trübgrauen Ebenen, in denen es sogar der Sonne zu langweilig ist, zu scheinen und brechen auf. Die Schönheit Dänemarks hat sich uns noch nicht erschlossen! In Ribe machen wir noch kurz Pause, weil uns die Altstadt so gut gefällt, die mehrfach von kleinen Bächen durchzogen scheint. Hier gäbe es viel zu sehen, denn Ribe ist die älteste Stadt Dänemarks, aber auch das heben wir uns für das nächste Mal auf! Wir wollen nun nur mehr in unser Quartier. Die nächsten 70 km über die B11 und die B30 unterscheiden sich nicht von den bereits gefahrenen. Flach, flacher und ab und zu ein Kreisverkehr, ein paar schwarzweiße Rinder oder Pferde und unpackbare Geschwindigkeitsbegrenzungen auf schnurgeraden und bestausgebauten Straßen. Puuhhhhh....

Um 18:30 haben wir unser schönes B&B in Grindsted erreicht, der Schlüssel liegt unter der Fußmatte für uns bereit. Es hat den ganzen Tag nicht geregnet, obwohl es jede Minute danach aussah! Es war auch angenehm mild bei 19-22°C. Etwas lustlos und müde spazieren wir nun durch den kleinen Ort, der samt und sonders aus Backsteinen errichtet wurde und suchen ein Lokal. Letztendlich finden wir den kleinen Supermarkt "NETTO" und beschließen, in der tollen Küche des B&B selbst zu kochen. Wir kaufen 500g Spaghetti, 400g Faschiertes, Tomaten, Fruchtjoghurt, Orangensaft, zwei Brötchen und zwei Schokoriegel und zahlen 93 DK (12.-). Wir finden das günstig, zumal uns die norwegischen Preise erwarten. :-) Unsere Kochkünste entlocken den anwesenden Italienern ein anerkennendes Zungenschnalzen und uns freut, dass wir uns mit den Gästen hier so gut unterhalten können! Wir haben letztendlich einen gemütlichen Abend auf der schönen überdachten Terrasse.  Gute Nacht, Dänemark!

Tageskilometer: 268 km

 

4. Tag: Grindsted - Hirtshals - Mandal

Wir frühstücken in der wohnlichen Gemeinschaftsküche zwei Rosinenbrötchen und selbstgemachten Kaffee und plaudern noch mit der netten Zimmerwirtin, die gelassen ihren Kaffee schlürft, während ein halbes Dutzend polnische Kinder um sie herumlärmen. Sie empfiehlt uns einen Besuch von "Legoland", ganz in der Nähe. Schon angesichts der vielen Plakate in dieser Gegend sind wir darauf aufmerksam geworden. Das Packen dauert ein bissl, wir haben noch nicht die gute Urlaubsroutine, aber um 9:45 tuckern wir mit den Transalps aus dem schönen Innenhof. 

Es ist bewölkt bei angenehmen 19°C, als wir die Route 30 nach Osten einschlagen, um "Legoland" zu sehen. Es ist nur eine kurze Fahrt nach Billund und man kann es wirklich nicht übersehen, genau neben dem Flughafen!  Vor unseren erstaunten Augen eröffnet sich ein gigantischer Vergnügungspark, ganz aus bunten Legosteinen. Mount Rushmore, den man vom Eingang aus erkennt, scheint Originalgröße zu haben! :-) Und hier sind also die ganzen Menschen, die wir gestern auf den menschenleeren Ebenen vermisst haben! Eng an eng drängen sich die Massen um die bunten Kassenhäuschen und wir stehen mit unseren Transalps richtig im Weg. Für Kinder muss das ein Paradies sein, doch diese Zeiten sind lang vorbei und uns geht der Trubel auf die Nerven. Wir wenden und flüchten, so schnell es die achtlos hin- und herlaufenden Fußgänger zulassen. 

Wir nehmen die Route 18 und erreichen nach etwa 100 km die Kleinstadt Viborg. Die Straßen erreichen eine neue Kategorie von "Flach" aber das irritiert uns nicht mehr! Es hat eine schöne Seite, so langsam und immer geradeaus dahinzucruisen und seinen Gedanken nachzuhängen. Motorradreisen in Zeitlupe! Die Landschaft links und rechts ist fruchtbar und die endlosen Felder scheinen ganze Länder ernähren zu können. Ab und zu kleine gepflegte Häuschen und schwarzweiße Rinder. Als bei Viborg die Sonne heraus kommt und der Himmel wolkenlos wird, hat es schnell 28°C. Bei uns meldet sich der Hunger, aber wir wollen noch ein Stück weiter. Die Straßen werden abwechslungsreicher und wir sind dankbar für jede schattenspendende Nadelbaumreihe am Straßenrand, als wir nach 50 km in Aars ankommen.  Obwohl das ein größerer Ort mit ca 8000 Einwohnern und einem Industriegebiet ist, wirkt alles hier so leicht und luftig! Das muss wohl an den Häusern liegen, die hier einen 1. Stock niemals überschreiten - meistens sind sie ebenerdig...

Kurz vor Aars finden wir endlich einen ansprechenden Rastplatz im Schatten! Hier machen wir auf dieser Holzbank länger Pause, essen ein paar Kekse und trinken von unserem guten Elixier, um wieder Kraft zu sammeln. Es ist wirklich heiß geworden und wir ziehen unsere Pullover aus. Wir vereinbaren die Route 29, um in den Norden zu kommen. Wir wollen sehen, was in der Jammerbucht los ist! Woher hat die nur ihren erstaunlichen Namen? Die Strecke wird nun immer hübscher, kleine Wäldchen wechseln sich mit hohen Baumgruppen ab und nach 25 km fahren wir im strahlendsten Sonnenschein über die hübsche Aggersund-Brücke über den Limfjord. Uns fallen die weitläufigen Sandbänke auf, das Wasser muss hier sehr flach sein! 

Ein besorgter Blick auf die Tankanzeige lässt uns hoffen, dass wir in Fjerritslev, der nächsten größeren Häuseransammlung auf der Karte, eine Tankstelle finden! Wir kurven in den Ort hinein und - gnädiges Schicksal! Es ist zwar ein verschlafenes Nest in der Sommerhitze und wir treffen an diesem Montag Nachmittag keine Menschenseele, aber die Automatentankstelle akzeptiert unsere VISA-Karten ohne Mucken. Was für eine Erleichterung! Aber Hunger haben wir immer noch. Wir nehmen die Route 11 ostwärts und es geht jetzt tatsächlich leichte Hügel bergauf und bergab, bis Angelika hart in die Eisen steigt - da ist eine CircleK-Tankstelle am linken Fahrbahnrand! Großartig! Die erste CircleK dieses Urlaubs! Wie haben wir voriges Jahr diesen Jahresbecher mit Gratisgetränken in Norwegen geliebt und natürlich wartet er im Top-Case auf seinen ersten Einsatz! Unsere Begeisterung ist ebenso groß wie unsere Enttäuschung, dass der Jahresbecher in Dänemark nicht gilt und es auch keine Hotdog-Theke gibt. Obwohl wir einander nicht verstehen können, muss der betagte Herr an der Kassa lachen. Er hat wohl kapiert, um was es uns geht. :-) Stattdessen bietet er uns warme "Pølsehorn" an. Wir sind sofort wieder versöhnt: kleine Würstchen in Blätterteig eingebacken, ein Spritzer Ketchup und das ganze um 20 DK (3.-) für 3 Stk.! Wir nehmen 6 Stück. Diese kleine Dinger werden uns diesen Urlaub noch oft begegnen und immer wieder die gleiche Begeisterung hervorrufen!

Nach dieser Stärkung brausen wir ambitioniert die Route 55 weiter bis Vittrup. Die Straße legt sich hier in sehr langgezogene Kurven und uns fallen die makellos sauberen Siedlungen auf, deren Häuser in blendendem Weiß gestrichen sind. Uns gefällt das! Nur 2 km nach Vittrup biegen wir scharf links in den Lønstrupvej ein. Hier steht kein Wegweiser, aber der Blick auf die Karte sagt, dass hier ein guter Weg zum Leuchtturm verläuft. Leuchtturm? Noch 4,5 km auf diesem kleinen Single Track durch winzige Siedlungen und schon sind wir da. Wir schleifen die Transalps ein und holpern nach rechts über tiefe Schlaglöcher auf den kleinen Parkplatz beim "Rubjerg Knude Fyr"! Es hat mittlerweile 30°C und wir sind rechtschaffen müde. Das kleine Museum hat leider heute geschlossen, aber wir haben uns über die Verhältnisse hier bereits informiert. Die Ruhe hier ist unbeschreiblich, nur ab und zu kommt ein lautstark summendes Insekt vorbei.

Während wir im grasigen Schatten liegend eine lange Pause machen, stört eine Touristenfamilie mit einer metallicfarbenen Kilometerleiche unsere Kreise. Das Oberhaupt widmet sich hysterisch kreischend dem Angetrauten, während die Tochter herumnölt und sich weigert, hier das WC zu benutzen. Er hatte mit Vollgas und quietschenden Reifen das Schlagloch übersehen und wahrscheinlich den ganzen Unterboden aufgeschlitzt. Kaum als uns diese überlaute Streiterei zu nerven beginnt, holpern sie mit ihrer Karre auch schon weiter. "Schönen Urlaub noch!" rufen wir ihnen nach.

Aber zurück zum Leuchtturm! Wir sollten ihn in seiner letzten Lebensphase besichtigen, denn Dänemark hat ihn nach 68 Jahren Tätigkeit aufgegeben. Er wird vielleicht schon 2019 oder kurz später die Steilküste hinunterstürzen. Die traurige Geschichte dahinter ist unheimlich! Die große Wanderdüne, die dort alles plattwalzt, hat den Leuchtturm bereits passiert und macht sich nun daran, ein Haus nach dem anderen zu verschlingen. Nichts, rein gar nichts kann man dagegen tun, man hat alles versucht. Wir sind baff! Unglaubliche Story! Dennoch ist uns einfach zu heiß, in Motorradklamotten 500 Meter einen rutschenden Sandberg hinaufzuhecheln. Auch wenn dieses Naturschauspiel bald nicht mehr möglich sein wird. Aber immerhin machen wir ein paar tolle Fotos aus der Ferne und sind berührt vom Anblick der goldenen Rubjerg Knude, die hier so final zerstörerisch wirkt...

Die letzten 40 km bis Hirtshals sind schnell erledigt. Uns gefällt der weitschweifende Blick hinunter über den Hafen, wenn man über die Route 55 ankommt. Oh, wir haben uns das kleiner vorgestellt! Aber alles ist wunderbar beschriftet und mit unseren Online-Tickets geht alles sehr schnell.  Wir nehmen um 17:00 Aufstellung in der Wartespur. Viele Autos sind da, auch einige Motorradfahrer aus Deutschland. Es ist heiß auf der unendlich großen Asphaltfläche und wir sind froh, um 17:45 an Bord zu gehen. Wir können die Überfahrt mit der "Fjord Cat" kaum erwarten! Der Katamaran hat das blaue Band für die schnellste Atlantiküberquerung und der bringt uns jetzt in zwei Stunden nach Norwegen!

Noch schnell die Motorräder verzurren - wie wir das hassen, mit den öligen und verknoteten Gurten herumzuwurschteln! - und dann an Deck, hinten raus! Es ist ein pathetischer Moment, als der Kat um Punkt 18:00 den Wasserstrahl anwirft und langsam blubbernd aus dem Hafen steuert. Aber dann! Kaum ist die Mole verlassen, gibt das Ding Gas und dieser Anblick raubt einem den Atem! Angelika hatte sich noch schnell 2 Tabletten gegen Seekrankheit beim Kiosk geschnorrt und das erste Hotdog des Urlaubs gemampft, aber das scheint nun Nebensache! Mit vielen anderen Touristen hängen wir hinten an der Reling und starren filmend in die meterhohen Wasserfontänen, die die brausenden Jet-Antriebe  produzieren, während die "Fjord Cat" mit 40.000 PS und 80 km/h über den Skagerrak brettert. Was für ein Ritt (>>Clip)! Es ist genau 20:00, als wir in Kristiansand norwegischen Boden betreten...

Wir haben noch 40 km auf der E39 vor uns und diese sind ein  Horsd´œuvre auf Norwegen. Wunderbare enge Kurven entlang hoher Felswände, an tiefgrünen Seen entlang und durch dichte Wälder. Obwohl wir schon müde sind, genießen wir die Fahrt nach Mandal sehr! In unserem Logbuch steht für heute "Barzahlung" und deshalb cruisen wir noch schnell in den Ort auf der Suche nach einem Automaten. Mandal liegt an der Mündung des Mandalselva und uns begeistern die weißen Häuser am Ufer, mitten im Ort! Jetzt aber schnell, es ist schon spät! Um 21:45 erreichen wir unseren Campingplatz und sind von der 1. Hütte dieses Urlaubs absolut begeistert. Wir kochen auch unser erstes "Travellunch" Beef Stroganoff und es schmeckt richtig köstlich, als wir auf der kleinen Terrasse mit Blick zum Fluß zu Abend essen. Gute Nacht, Norwegen!

Tageskilometer: 337 km

Hier geht die Reise weiter: >>klick
Hier gehts zu ein paar Eindrücken, Fotogalerie: >>klick

Das war der Beginn der Tour!

Mit Jet Antrieb nach Norwegen

Nun seid ihr in Norwegen angekommen. Die Passage mit Jet Antrieb ist klasse. Meine Güte, so eine Power.
Elixier? Ihr nehmt also Zaubertrank. Hmmm... Muss ich gleich mal dem Link folgen zu Dr.Böhm.
Ich mag die Hütte am Ende des Tages und 66 EUR klingen sehr ok.
Nun bin ich gespannt, wie es weitergeht. Ein bisschen Zeit zum Lesen hab ich ja noch.

Antw.:Mit Jet Antrieb nach Norwegen

Danke f den Kommentar, du Liebe!
Ja, das Elixier kann für uns auf Tour mehr als Wasser und geht heiß (Nordkap) und kalt (Griechenland).
Umarmung
Geli

Schleswig und Dänemark

Eckernförde ist tatsächlich sehr schön und Flensburg noch einmal ganz ähnlich, nur viel größer. Sonntagmorgen an der Mole sitzen und Fischbrötchen essen.
"sittin' on the dock of the bay
Watchin' the tide, roll away..."

Aber Dänemark habt ihr tatsächlich auf dem völlig falschen Fuß erwischt, obwohl es bei trübem Wetter schwer ist, die Schönheit dahinter zu erkennen. Nur soviel: Die Dänen sind unglaublich entspannt und peacig. Die fahren schon mal 68 auf schnurgerader Landstraße, wo 80 erlaubt sind.

Aber dass ihr sogar noch italienisch gekocht habt, das find ich bemerkenswert und ziemlich klasse. "Faschiertes" ist Hackfleisch, oder? Hakket kød auf Dänisch?

Nun, ich bin gespannt auf euer Hirtshals.

Die liebsten Grüße kommen oft aus Kiel.
Svenja
...und Pieps, näh?!

Antw.:Schleswig und Dänemark

Einen Tag vorher war Sonnenschein ab Grenze. So unterschiedlich ist das Wetter.
LG Heike

Antw.:Antw.:Schleswig und Dänemark

Du hast tatsächlich mega Glück mit dem Wetter gehabt auf deiner Reise. Nein, ich bin nicht neidisch. Hmpff...
:-)

@Svenja

Das stell ich mir so ruhig und entspannt vor, in diesen Häfen lange zu sitzen und zu schauen ... würde ich wohl jeden Sonntag machen wollen!

Tja. Dänemark. Das wurde dann viel später noch sehr hübsch, aber das wissen wir jetzt noch nicht! Mit der Mentalität hatten wir vielleicht die gleichen Schwierigkeiten, wie du in Italien. Nur umgekehrt. :-)))

Faschiertes ist Hack. Aber das klingt so nach Mord und Totschlag. Hakket kød, genau!

Umarmung

Antw.:@Svenja

Dass wir dort nicht über Berge und durch Täler kurven werden, war uns nicht fremd aber dennoch eine interessante Erfahrung, wenn man durch fast ausschließlich flaches Land fährt. Lange Geraden, eben, saubere Infrastruktur, eigener, netter Baustil der Häuser und das üppige Grün der Natur etc. Interessante Übergänge zwischen Land und Meer, beeindruckende Küsten insbesondere im Südosten....aber das berichten wir dann nach Norwegen!

Antw.:@Svenja

Italiener und Dänen im Straßenverkehr. *lach*
Das ist so, als wenn der rote Baron mit seinem Dreidecker auf eine F-16 trifft. Die sehen sich vielleicht, aber so richtig treffen können die sich nie. Wobei klar ist, wer die F-16 fährt, äh...fliegt. UND sich dabei an keine, keine, wirklich überhaupt keine Regeln hält. Hmpff...
Ich stell mir gerade Luigi vor, wie er hinter einem Dänen auf der Landstraße herfahren muss, wo 80 ist und Überholverbot. Der Däne fährt 67...

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zuletzt aktualisiert am 18.7.2018