8. Tag: Pajala - Finnland - Kautokeino

Als der Handywecker losplärrt, weigert sich alles in uns, das kuschelig-warme Bett zu verlassen. Es hatte die ganze Nacht geregnet und es hatte auf 5°C abgekühlt. Missmutig ziehen wir die hübschen Vorhänge zur Seite. Oh schau! Es ist zwar trübnebelig und nass, aber es regnet nicht!

Trotzdem bleiben wir bei unserer gestrigen Entscheidung, statt nach Inari nach Kautokeino zu fahren. Die Wetterprognose ist desaströs und wir hätten über 300 km zu fahren. Lange Strecken auf Wald- und Schotterpisten bei Starkregen scheinen uns wenig Spass zu bringen.

Wir beeilen uns mit unserem Frühstückskaffee, ziehen trotz 10°C eine Schicht Icebreaker-Merino mehr an als sonst und stülpen auch das Regengewand drüber. So sollte alles gut sein. Um 9:30 verlassen wir den schönen Campingplatz. Es ist ruhig. Wir waren die einzigen Gäste hier.

Wir halten uns an den Rv99 Richtung Norden. Sofort nach Pajala fängt die Einsamkeit an. Wir cruisen durch die Tundra und nehmen die Eindrücke in uns auf. Die schmale Straße zieht sich in endlosen Geraden in die Unendlichkeit und bis zum Horizont erstrecken sich dürftige Felder und schüttere, niedriggewachsene Bäume. Kein Lebenszeichen rings um uns.

Wir sind kaum 50 km gefahren, als uns der Regen eingeholt hat. Ungebremst prasselt er jetzt auf uns nieder. Wie versuchen, uns davon nicht beeindrucken zu lassen und halten unbeirrt Kurs Nord. Wir wissen, dass wir hier in Sápmi sind. Der Siedlungs- und Kulturraum der indigenen Sami ist an den Ortsschildern, die auf schlammige Pisten in die Wälder verweisen, leicht erkennbar. 

Sami und Rentiere gehören untrennbar zusammen und dementsprechend vorsichtig fahren wir. Wir wissen, dass diese Tiere - wir zitieren hier einen Norweger - am unteren Ende der Intelligenzskala angesiedelt sind und bevorzugt in Fahrzeuge rennen und vor Vorderreifen von Motorrädern springen. Selbst, wenn die Herde gemütlich am Straßenrand liegt. Kommt ein Fahrzeug, dann schnell aufspringen und die Seite wechseln!

Nur mehr 6°C. Wir müssen uns dringend aufwärmen und wir wollen ins Trockene! Auf 100 km gibt es keine Möglichkeit, aus dem Regen herauszukommen, nichts, was Unterstand bietet! Selbst die Bäume erreichen nicht unsere Körperhöhe. Ausserdem hatten wir noch kein Frühstück und langsam wird alles mühsam. Die auf der Karte eingezeichneten Dörfer gibts es nicht. So geht es Kilometer um Kilometer durch den Regen.

Wir haben längst unsere guten Heizhandschuhe auf Stufe "Low" gestellt. So hält der Akku 5-6 Stunden und - wenn wir uns das geschickt einteilen - eben bis zum Einchecken ins Quartier am Abend. Wir lieben dieses teure Accessoire! Sind die Hände warm, friert auch der Restkörper nicht so.

Ein paar Mal versuchen Rentiere, uns abzuschießen. Aber wir sind allzeit bremsbereit und können im Regen gut ausweichen. Wir haben uns so auf diese Tiere gefreut, aber nun verspielen sie ihre Sympathiepunkte! Ein paar Mal war das reines Glück! Die Viecher tragen perfekte Tarnanzüge für dieses Wetter!

Das erste Zeichen von Zivilisation ist ein einfaches Hinweisschild auf einen Campingplatz. Plus das internationale Zeichen für Essen: Gabel und Messer überkreuzt. Sensationell! Unsere verfrorenen Lebensgeister tauen auf. Dort müssen wir hin! In Angelikas Helm regnet es bereits seit langem hinein und die Sicht ist so schlecht, dass wir uns verfahren. Im 61-Seelen-Dorf Muodoslompolo bleiben wir stehen und wedeln uns mit den Händen. Umkehren!

Es schüttet unaufhörlich, als wir fluchend eine schlammige Piste dorthin nehmen, wo wir den Campingplatz vermuten. Tatsächlich! Nach einigen Kilometern erkennen wir ein paar verlassene Hütten auf einer Waldlichtung und ein Haus, in dem wir Rezeption und Eßbares vermuten. Vorsichtig bremsen wir die Transalps auf dem glitschigen Boden und stiefeln hinein. Ist hier jemand?

Ein großgewachsener Mann kommt uns mit Kübel und Besen entgegen. Kann sich jemand den Dämpfer vorstellen, als der freundliche Typ uns in gebrochenem Englisch erklärt, dass er den Platz erst in einigen Tagen aufsperrt? Nein, er hat nichts zu essen und nein, auch keinen Kaffee. Alles ist noch im Aufbau. 

Er erklärt, dass wir in Schweden nichts mehr zu essen finden. Wir müssen weiterfahren. Er erkennt unsere Enttäuschung, als er uns wieder hinaus ins Unwetter Richtung Finnland schickt.

Wir haben ihn kaum verstanden und so wissen wir nicht, wo wir hinmüssen. Es ist finster und kalt, alles ist nass und wir suchen in der Einöde die finnische Grenze. Unsere Stimmung ist am Kippen. Endlich erkennen wir in der Ferne die grauen Grenzbauten, die auf einer kleinen Brücke den reissenden Fluß Etuväylä überspannen. Geschafft! Wir verlassen Schweden im Schritttempo und betreten bei Mounio finnischen Boden.

Der schmale Rv404 stösst hier auf eine T-Kreuzung mit der E8, die auch nicht viel breiter ist. Sollen wir links oder rechts? Wir haben längst die Richtung verloren und probieren auf gut Glück nach links. Wir sind nun 125 km gefahren und der Hunger meldet sich lautstark. Was gäben wir für einen trockenen Platz!

Wir trauen unseren Augen nicht, als wir nach wenigen Metern rechter Hand eine Tankstelle erkennen. Und nicht bloß zwei schraddelige Tanksäulen unter einem Wellblechdach. Sondern so richtig mit einem Diner, dessen neonfarbene Lichter einladend blinken! 

Wir erinnern uns an das Diner in Skaidi, das wir 2017 am Weg zum Nordkapp so tröstlich gefunden haben. Dabei war es damals nur kalt, aber zumindest trocken. Wir lieben diese kleinen Außenposten der Zivilisation, wo man nicht nur Essen bekommt sondern auch alles andere für den täglichen Bedarf. Hier treffen sich die wenigen Einheimischen, wenn sie Gesellschaft suchen.

Wir stellen die Transalps achtlos ins halbwegs Trockene und entern das kleine Schnellrestaurant. Wohlige Wärme umfängt uns und wir winden uns aus den nassen Regenklamotten und einigen Schichten Merino. Die Chefin des Lokals sieht ungerührt und freundlich grinsend zu. Einmal durchatmen und dann studieren wir das Angebot, das auf bunten Tafeln über der Theke ausgepreist ist: 

Metsästäjän pihvi? Poronkäristystä? Dazu gäbe es sogar Perunamuhennos, Puolukka und Maustekurkku!

Wir verstehen kein Wort. Wir können nicht einmal erraten, was es hier zu essen gibt! Kein einziges Wort lässt auf seine Bedeutung schließen. Die finno-ugrische Sprachfamilie ist uns komplett fremd. Und - anders als in Rastorf bei Kiel - hier ist niemand, der uns freundlich die Leckereien übersetzen könnte. Die zwei Typen in Ballonseide, die in der Ecke hocken, starren in ihr Bier und haben uns nicht einmal wahrgenommen.

Die Wirtin erkennt unser Problem und grinst schelmisch. Sie kommt hinter ihrer Schank hervor, nimmt uns jeden bei der Hand und zieht uns energisch ins Nebenzimmer. Dort präsentiert sie uns stolz ihr All-you-can-eat-Buffet mit den Worten: "Eat as much as you can and then relax!" Wir sind sprachlos. Pure Glückseligkeit! 

Ohne Verzögerung schaufeln wir engagiert Berge von köstlichem Zeug auf unsere Teller. Wir tragen dicke gelbe Rentiersuppe, mit Käse überbackenen Rentier-Nudelauflauf, Fisch, Gemüse und Bratkartoffel zu unserem Tisch. Die Chefin zeigt uns, dass auch Limonade und Kaffee im Preis von 11 €/Person inbegriffen sind.

Müssten wir das Paradies beschreiben, es hört auf den Namen Ruokapaikka Hyvä Pata! Wir essen schweigend, und als wir nicht mehr können, holen wir noch ein paar Munkki zum Kaffee. Nichts anderes als unsere heimischen Faschingskrapfen, die bei den deutschen Nachbarn als "Berliner" bekannt sind. 

Draussen hat der Regen noch zugenommen, als wir nach einer langen Pause wieder auf die Transalps klettern. Wir vereinbaren den nächsten Halt in 50 km. Hoffentlich können wir uns dort wo unterstellen! Wir bleiben auf der E8/Rv21 und düsen nahezu kurvenlos durch das unwirtliche Lappland.

Die Landschaft wird mit jedem Kilometer gen Norden öder und die Birken schütterer. Wir wundern uns über die seltenen Ortschilder. Wo ist denn da ein Ort? Es ist pure Einsamkeit hier! Wir treffen keine Menschenseele. Nur die Rentiere werden mehr und das Zusammentreffen mit ihnen auf der Fahrbahn ist immer eine Prise Adrenalin wert. 

Bei Palojoensuu fangen wir die Motorräder vorsichtig ein und biegen scharf rechts auf den Rv93 ab. Puuhh, eine mühsame Fahrt! Wir entdecken am Straßenrand eine winzige desolate Bushaltestelle, in die wir uns jetzt zwängen. Endlich raus aus dem Regen! Wir knabbern etwas Lakritz und schlürfen unser Heißgetränk aus der Thermosflasche.

Nun schauen wir wieder einmal in die Karte, die gut verpackt unter der Regenabdeckung im Kartenfach des Tankrucksacks liegt. Das ist das Blöde an starkem Regen: man kann die Karte während der Fahrt nicht lesen! 

Wir beschließen, die 100 km bis zum Campingplatz aufzuteilen. Die Fahrt ist doch ziemlich ermüdend! Während wir in den Regen starren, bollern die zwei Russen auf ihren Harleys vorbei, die wir vorhin beim Diner sahen. Sie grüßen freundlich zu uns ´rüber.

Wir durchqueren hier in Enontekiö den am dünnsten besiedelten Teil Finnlands. Nicht, dass Finnland generell stark bevölkert wäre, aber Einsamkeit hat hier an der finnisch-norwegischen Grenze eine andere Qualität. Man zieht hunderte Kilometer seine Bahnen, ohne auf nennenswerte Zivilisation zu stossen! Hier lebt ein Mensch auf 5 km²! In Österreich drängen sich etwa 500 Menschen auf dieser Fläche, in Deutschland gar 1200! 

Es ist kalt und es regnet. Wir haben vom Motorradfahren bei diesen Bedingungen schon ziemlich genug, als wir bei einer Tankstelle in Hetta im Nationalpark Pallas-Yllästunturi noch eine kurze Pause Aufwärmpause machen. Mittlerweile kennen wir das Zauberwort für eine gute Pause: Kahvio heißt hier Cafeteria! Nur halbherzig plaudern wir mit einem österreichen Ehepaar, das mit dem Wohnmobil und einem Bootsanhänger nach Alta unterwegs ist.

Noch 80 km bis zum Campingplatz. Fährt man bei diesen Wetterbedingungen durch die Finnmarksvidda gen Norden drängt sich der Gedanke auf, man sei unterwegs zum Ende der Welt. Bis zum Horizont erstreckt sich die dürftige Vegetation der Kältesteppe, Flechten und Moose. Bäume haben es hierher nicht geschafft.

Die Straße führt in endlosen Geraden und kaum wahrnehmbaren Kurven immer bis zum nächsten Horizont und dahinter geht es ebenso weiter. Auf Grund unserer letzten beiden Norwegenreisen sind wir auf solche Fahrten vorbereitet. Aber da waren mehr Touristen oder mehr Sonne oder weniger Kilometer durch die Einsamkeit.

Die leuchtend orangen Schilder am Straßenrand warnen mit ihrer Aufschrift "Area of Reindeer husbandry" vor überraschenden Begegnungen. Bei 6°C regnet es ohne Unterlass und wir freuen uns auf eine kurze Pause im Trockenen am finnisch-norwegischen Grenzübergang!

Man kann sich unsere Überraschung vorstellen, als wir dann die EU-Außengrenze passieren. Bloß ein windschiefes Schild mit der Aufschrift "Norge/Norga" bezeichnet das Ende Finnlands! Wo keine Menschen, da keine Grenze - das finden wir doch interessant.  Im Regen halten wir nur kurz und versuchen ohne abzusteigen, mit wassertrüber Linse ein paar Fotos hinzubekommen.

Obwohl uns kalt und nass und ungemütlich ist, machen wir noch eine kurze Pause. Wir müssen irgendwann doch die steifgewordenen Glieder ausstrecken. Wir halten im strömenden Regen, um ein paar Schritte auf- und abzugehen und eine nasse Zigarette zu rauchen. Unglaublich! Den ganzen Tag dieses Sauwetter!

Die letzten Kilometer hängen sich richtig rein und wir sind froh, um 17:00 die einfachen Häuschen von Kautokeino zu erkennen! Auf Grund der Umplanung gestern abend hatten wir heute 50 km weniger zu fahren und das war auch gut so! 

Einchecken, Hütte beziehen, Schneewächte neben der Hütte bewundern, alles Routine mittlerweile. Wir müssen die Motorräder in der aufgeweichten und leicht abschüssigen Wiese vor der Hütte aufstellen. Was für ein Mist! Wir schieben einige Male hin und her, bis der Seitenständer auf dem roten Unterlagedings sicher hält.

Offensichtlich wurden wir beobachtet. Ein baumlanger Holländer klettert aus seinem Wohnmobil und stapft im Regen auf uns zu. Er hält zwei große flache Steine in der Hand, mit denen er das Aufstellen der Motorräder unterstützen möchte. Danke, das ist aber nett!

Puuhhh, uns ist richtig kalt. Ein Blick auf das Thermometer zeigt 4°C und der Regen macht das jetzt nicht angenehmer. Schnell wuchten wir unser nasses Zeug in die Hütte und drehen die Heizung auf Vol. 10. Wir breiten unsere Klamotten am heißen Badezimmerboden aus. In Minutenschnelle dampft die Hütte vor feuchter Hitze und wir können entspannen. Endlich!

Nach dem leckeren Travellunch-Curryhuhn wägen wir ab: es gibt hier in der samischen Stadt Guovdageaidnu soviel zu sehen. Aber andererseits ist es in der Hütte so schön warm! Eine Oase des Glücks! Nun, wir schauen mal raus.

Wir müssen zum Supermarkt REMA1000, denn wir brauchen einige Medikamente. Wir sind bereits gesundheitlich angeschlagen weggefahren und das wurde während der letzten 1000 km nicht besser. Die verkaufen gute Sachen im Apothekenregal jedes Supermarkts! 

Der feine Niesel piekst im Sturm wie Nadelstiche ins Gesicht, während wir den Weg zum Supermarkt und zurück stiefeln. Wir haben keinen Stress, denn REMA hat bis 23:00 geöffnet. Die Lust auf Besichtigung ist uns nach diesem Spaziergang allerdings vergangen.

Die Temperatur sinkt auf 3°C, als wir uns in der Hütte verkriechen, die mittlerweile einem gut geheizten Dampfbad entspricht. Wir verbringen den Abend gemütlich mit Helmkamerafilmen, Fotos, Keksen und Lakritz. Wir sind müde und morgen gehts weiter nach Honningsvåg. An diese Fahrt 2017 erinnern wir uns noch gut...

Tageskilometer: 285 km

Hier geht die Reise bald weiter: >klick

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Der Höhepunkt des Tages? Ruokapaikka Hyvä Pata!

Mieses Wetter

Toller Bericht, ich könnte sofort losfahren … solche Tage sind am Tag des "Erlebens" wirklich richtig übel. Aber ich wette jetzt im Nachhinein erinnert ihr euch doch hauptsächlich an die gemütliche Hütte, die nette Dame im Diner, den Holländer mit den Steinen usw. So geht es mir jedenfalls. Ich bin vor Jahren viel mit dem Motorrad unterwegs gewesen (danach familiär bedingt einige Jahre pausiert) seltsamerweise kann ich mich nicht an die teilweise miesen Dinge auf den Touren erinnern (z. Bsp. Ketteriss und Sturz in Süditalien) sondern hauptsächlich an die Hilfen und die netten Kontakte von unterwegs. Wie ist das bei Euch?

Antw.:Mieses Wetter

Hmmm, ja hast du wohl recht! Die coolste Geschichten sind die, bei denen man lieber nicht dabeigewesen wäre. ;-)

Für diese Reise gilt das noch nicht. Wir erinnern uns noch so gut an das gefährliche Fahren und die Nässe und die Kälte, als das wir jetzt nochmal eine Reise dorthin planen. Derzeit denken wir, wir brauchen etwas Abstand.
Aber wer weiß, in ein paar Jahren....

Die wirklich schlimmen Dinge verblassen! Sonst könnte man zB nach einem Unfall vielleicht nicht weiterfahren. Aber gilt das nicht fürs gesamte Leben, nicht nur fürs Biken?

"Traveling — it leaves you speechless, then turns you into a storyteller."

Liebste Grüße aus Wien!
Angelika + Didi

PS.: Vielleicht magst du noch ein paar Worte über "Finnisch Karelien" verlieren?
https://www.motorrad-kulturreisen.com/gastebuch/

Hütte

Ich kann euch das echt nachfühlen! Da hat man eigentlich Pläne und dann will man die Hütte nicht mehr verlassen, weil es draussen so furchtbar ist .

Hatten wir eigentlich bei jeder Norwegenreise mindestens einmal!

Ich find euren Bericht klasse! Spannend und lustig geschrieben. Chapeau!

LG Micha

Antw.:Hütte

Das ist nicht so lustig, gell? Aber ist nun mal so in diesem Land. ;-)
Liebe Grüße
Angelika + Didi

wahnsinn

moin!
na das is maln reisebericht! danke für die vielen details. man liest nich oft, wie sich solche touren anfühlen.

gefällt mir!

dlzg
dirk aus hamburg

Antw.:wahnsinn

Danke für das Kompliment! :-)
Angelika + Didi

Mitgelesen, mitgefroren ...

Welch ein unglaublich spannender Bericht. Ich hab buchstäblich mit euch mitgefroren und mich fast so wie ihr über das All-you-can-eat Buffet im Diner gefreut. Erstaunlich, wie günstig Finnland beim Essen ist. Kein Vergleich zu Norwegen.

Es ist so frustrierend, wenn man auf einen Platz kommt und alles ist noch geschlossen. Kein Kaffee, keine Wärme, no hugs. Die Enttäuschung konnte ich sogar hier in Kiel mitfühlen können.

Diese endlose Einsamkeit in Lappland finde ich beeindruckend, das mag ich, die will ich, aber ... Nicht bei dem Wetter. Mit nur drei Sonnenstrahlen und mit ohne Regen ist es plötzlich wunderschön.

Gerade hab ich mir vorgestellt, bei dem Wetter mein Zelt auf der matschigen Wiese aufzustellen und weiß plötzlich, wie schön die kleinen Hütten sind. Und sogar mit perfekt funktionierender Heizung.

Schlaft schön und geht morgen früh ausgeruht auf die Reise. Möget ihr bald Kaffee und ein Frühstück finden.

Ziemlich beeindruckt von diesem Tag, liebe Grüße.
Svenja

PS: Geli, dein Gesicht trotz des guten Essens sagt eine Menge über den Tag. Nicht einmal die Rentiersuppe(?) konnte die Stimmung bessern. *seufz*
Drück dich

Antw.:Mitgelesen, mitgefroren ...

>Es ist so frustrierend, wenn man auf einen Platz kommt und alles ist noch geschlossen. Kein Kaffee, keine Wärme, no hugs. Die Enttäuschung konnte ich sogar hier in Kiel mitfühlen können.<
Das war so ein deprimierender Moment in dieser deprimierenden Gegend bei diesem deprimierenden Wetter. :-)

>Diese endlose Einsamkeit in Lappland finde ich beeindruckend, das mag ich, die will ich, aber ... Nicht bei dem Wetter. Mit nur drei Sonnenstrahlen und mit ohne Regen ist es plötzlich wunderschön. <
Stimmt! Da war kein Sonnenstrahl. Meine persönliche Liebesgeschichte mit dieser Region endete genau an diesem Tag. Oder am nächsten. ;-)

Danke fürs Mitfahren!
Drück dich
Geli

Antw.:Antw.:Mitgelesen, mitgefroren ...

< Meine persönliche Liebesgeschichte mit dieser Region endete genau an diesem Tag. Oder am nächsten.

Das verstehe ich nur zu gut. So erging es mir mit Irland. Irgendwann, kurz bevor ich den durchnässten Daunenschlafsack auf dem Campingplatz in den Wäschetrockner gesteckt hatte, ging diese Liebe zu Ende.

Irland? Never ever again.

Boah, hoffentlich ist "mein" Schweden in ein paar Wochen staubiger als eures.

Antw.:Antw.:Antw.:Mitgelesen, mitgefroren ...

Irland? Da waren wir noch gar nicht. Sollen wir? Was meinst du? :-)

In Schweden im Herbst ist sicher staubiges Premiumwetter! Die haben den ganzen Regen für heuer schon Ende Mai aufgebraucht. *hmpf*

Liebste Grüße!
Geli + Didi

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zuletzt aktualisiert am 1.11.2019