Geiranger - Trollstigen - Molde - Gudbrandsdalen

13. Tag: Geiranger - Trollstigen - Molde

Als wir vor der Hütte frühstücken, ist es teils sonnig, teils wolkig bei 12°C. Perfektes Motorradwetter! Gottseidank hat dieser polnische Reisebus nächtens noch einen Parkplatz gefunden. Er hatte direkt vor unserer Hütte auf dem schmalen Schotterweg gestanden und da hätten wir die Transalps nicht vorbei wuchten können ... Um 10:30 lassen wir die Motorräder langsam hinunter auf den Rv63 rollen und düsen dann die paar Kurven bis Eidsdal in den Hafen. Was für ein Glück, wir können um 10:40 sofort auf die Fähre über den Solfjord! Dem freundlichen Officer zahlen wir 58 NOK (6.-) pro Person und nach 12 Minuten stehen wir schon in Linge, am Beginn des Valldalen.

Die nächsten 15 km schwingen wir entspannt durch das Erdbeerland Norwegens. So entspannt es der ziemlich starke Verkehr hier zulässt. Wir sehen große Felder mit reifen Früchten auf beiden Seiten des Rv63 und zahlreiche kleine Holzbuden verkaufen am Straßenrand die frischen "Jordbær". Wir wundern uns, dass dieses sensible Rosengewächs in diesen klimatischen Bedingungen so gut gedeiht!

Plötzlich sehen wir am linken Straßenrand das hellbraune Schild, das auf eine Sehenswürdigkeit hinweist. Gudbrandsjuvet! Hier standen wir schon voriges Jahr alleine auf dem Parkplatz und Didi wärmte sich mit Heißgetränk, während Angelika den Wasserfall in der Schlucht bestaunte! Heute ist es bedeutend wärmer und der Parkplatz ist randvoll mit Wohnmobilen, die meisten aus Deutschland. Heuer wartet Angelika mit einem Kaltgetränk und Didi spaziert den kleinen Wasserfallpfad entlang und knipst viele Fotos des Naturschauspiels! Angelika hat inzwischen Zeit, sich an den Gedanken zu gewöhnen, dass der Tag wieder ziemlich overcrowded wird und die Einsamkeit des Vorjahres wohl dem kalten und schneeregnerischen Wetter geschuldet war. Klar! Wir sind hier auf einer der meist besuchten Landschaftsrouten in diesem Land!

Als wir weiterfahren, geht es stetig bergauf. Die Straße wird wieder schmaler und die Gegend felsig. Wir sind nun am Storfjellet! Die Seen sind nicht mehr zugefroren und die Landschaft ist steiniger als im Vorjahr, aber dafür hat es auch milde 7°C und wir finden eine freie Ausweiche für eine längere Pause. Meine Güte, ist es schön hier! Wir wissen, dass da vorne nun der Trollstigen kommt, aber wir wollen noch ein bisschen die Ruhe genießen und packen den Jahresbecher mit heißem Kakao aus. Es ist trüb und bewölkt und es bläst ein kalter Wind. Lange betrachten wir hunderte von kleinen "Steinmanderl", die hier zum Schutz vor Trollen von Wanderern in die Gegend gebaut wurden. Noch ein paar Kilometer über das kurvige Fjell und schon sehen wir rechter Hand das "Trollstigen Café" mit Souvenirshops und auch die berühmte Aussichtsplattform an der Felskante. Eigentlich wollten wir das heuer besuchen, weil uns voriges Jahr hier zu kalt war, aber als wir die Busse auf dem Parkplatz und die Touristenmassen sehen, die in langen Schlangen zum Aussichtspunkt wandern, verlieren wir die Lust. Nein, da fahren wir lieber gleich hinunter!

Das überfüllte Geiranger gestern hat uns auf das vorbereitet, was nun kommt. Busse stauen den Trollstigen hinauf und hinunter. Genervte Autofahrer quetschen sich auf der schmalen Straße aneinander vorbei und schimpfen aus den Fenstern. Wir kurven langsam und vorsichtig hinunter. Die Straße ist nicht spektakulärer als viele Alpenstraßen daheim und wir können während der Fahrt ausgiebig die felsigen Abhänge betrachten. Kurz entsteht Stress, als sich in einer der 11 Haarnadelkurven ein Reisebus aus CZ verkeilt und weder vorwärts noch rückwärts kann. Wir warten nur kurz und mit einem entschlossenen Rechts-Links-Manöver klären wir für uns die Situation. Aber Glück! Der sperrt jetzt von oben die Straße! Das bedeutet weniger Verkehr! Wir rauchen die nächsten Haarnadeln auf und schon stellen wir die Transalps an den besten Platz hier: zur Brücke am Stigfossen!
Natürlich behindern wir jetzt andere Touristen, so wie sie uns behindern. Aber das ist uns jetzt für einen Moment egal. Wir brauchen Fotos! Und Kakao! Und ein paar Minuten in die Tiefe schauen! Das Panorama in diesem felsigen und engen Talschluß ist wirklich unfassbar. Steile Felswände rundherum, der 240 m hohe Stigfossen und gegenüber ein weiterer hoher Wasserfall. Wie ein dünnes graues Band schlängelt sich die teils einspurige Straße die 400 Höhenmeter bis zur Talsohle hinunter...

Während wir in diesen Anblick versunken sind, parkt knapp hinter unseren Transalps ein norwegischer Reisebus. Und ehe wir uns versehen, purzeln einige Dutzend Japaner heraus und eilen mit hochgehaltenen Selfiesticks auf uns zu. Wir müssen lachen, als sie uns und unsere Transalps noch vor dem Wasserfall fotografieren und uns in eifrige Gespräche verwickeln. Woher kommt ihr? Wie weit von daheim? Alles mit dem Motorrad? Ihre kindliche Begeisterung ist ansteckend! Auf wievielen Fotos, die auf Nippon´s Festplatten gespeichert sind, sind wir wohl schon drauf...? 

Als wir uns an dem Panorama sattgesehen haben (sieht man sich da eigentlich jemals satt?) kurven wir bis zur Talsohle und ohne weitere Verzögerung (der Parkplatz, wo wir voriges Jahr ruhig in der Sonne lagen, ist bereits von Bussen verstopft) folgen wir der gemächlichen Straße aus dem Tal. Rechter Hand fesselt die Rückseite des 1.800 m hohen Trolltindene unseren Blick.  Aber wie schon am Sognefjell wechselt die Landschaft hier von felsig-wild auf lieblich-grün innerhalb weniger Kilometer. Nach etwa 20 km stehen wir in Andålsnes und parken unsere Transalps schwungvoll vor der großen CircleK-Tankstelle. Boah, wir haben Hunger bekommen! Angelika eilt hinein und kauft Hotdogs (diesmal Ostepølse für Dietmar und Cevapcici-ähnliche Burgerpølse für sich selbst) und füllt auch den Jahresbecher mit frischem Gratiskaffee. Genußvoll mampfen wir diese Köstlichkeiten im Schatten der Tankstelle in uns hinein.

Als wir überlegen, hier unsere Transalps schnell abzuwaschen, beobachten wir einen Fernfahrer aus diesem SKANIA-Doppelachser klettern und im Arbeitsoverall von "Transportere Stavanger" breitbeinig auf uns zustapfen. Wir sehen ihn neugierig an, da ruft er schon: "Na oarg! Servas, ihr Weaner!" Er stellt sich als Gerd vor, der unweit von uns in "St. Ottakring" (wie er es nennt!) aufgewachsen ist und schon seit 25 Jahren in Norwegen lebt. Oh, das ist ein interessantes Gespräch! Wir trinken einen ausgiebigen Kaffee miteinander - und rauchen auch ein paar Zigaretten - und der weitgereiste Gerd erzählt über die norwegischen Lebensverhältnisse, Finanzen, Jobs, Wohnen und alles, was uns interessiert. Und von seinem Erlebnis, mit seinem Monster-Truck einmal (nur einmal, dann nie wieder!) den Trollstigen heruntergefahren zu sein - unter heftigem Applaus der Zuseher in jeder Haarnadelkurve. Kurz darauf wird unsere Kaffeerunde komplett, denn nun kommt auch noch Lutz aus Berlin dazu. Er ist ein Arbeitskollege von Gerd, die beiden haben sich wochenlang nicht gesehen! Lutz lebt seit 20 Jahren hier in Andålsnes und kämpft gerade mit dem rigiden norwegischen Familienrecht, weil seine Teeny-Tochter gerade zu ihm übersiedelt ist.  Ach, da können wir mitreden... und nein, in Norwegen ist nicht alles besser! Wir mögen die zwei rauhen Kumpel und beim Abschied wünschen wir ihnen alles Gute für sie und ihre Familien!

Nach dieser so richtig netten Begegnung schieben wir die eingesauten Transalps unter die Waschanlage und nutzen ausgiebig Schaum und Heißwasser. Dann noch ein Schluck Kaffee und weiter gehts. So wie voriges Jahr umrunden wir nun auf dem Rv64 den Isfjorden. Hier lassen wir die Transalps flott dahinlaufen. Nur 30 km später stehen wir am Fähranleger nach Åfarnes. Die Fähre kostet 56 NOK (6.-) pro Person und nur wenige Minuten später haben wir den Langfjorden überquert. Die hübsche Strecke nach Molde finden wir recht unspektakulär. Nur die abenteuerlich geschwungene, 500 m lange  Bolsøya-Brücke,  die bleibt in Erinnerung! Man sieht den 16 m hohen Bogen schon lange vor dem Brückenkopf aus der Landschaft ragen.

Um 16:00 erreichen wir unser Quartier am Rand von Molde. Es ist immer noch bewölkt aber mild bei 12°C. Wir haben für zwei Nächte gezahlt, denn morgen wollen wir Molde besichtigen und einen Tag Motorradpause machen! Da es in dieser Unterkunft kein Geschirr gibt (und wir die in Norwegen unübliche Miete für einen Topf und Besteck ablehnen), müssen wir kreativ werden. Wir steigen noch einmal auf die Motorräder und fahren zu REMA 1000, den wir - Googlemaps sei Dank! - ganz in der Nähe entdecken. Neben ein paar leckeren Kleinigkeiten (problemlos!) und Zigaretten (Staatsakt!) kaufen wir eine Packung Partyteller aus Pappe, die auch heißes Essen aushalten. Diese Teller werden wir ab nun mitführen ...

Wir haben Riesenglück, denn als unser Travellunch fertig angerührt ist, kommt kurz die Sonne heraus! Wir jausnen auf dem kleinen Holztisch am Campingplatz, in der Nähe der Hütte. In unserem "tiny house" wäre für Abendessen gar kein Platz gewesen. Wir sitzen noch eine Zeit lang in der Wärme und beobachten das Treiben auf dem vollbesetzten geschotterten Campingparkplatz. Unzählige deutsche Wohnmobile stehen nach Zulassungsbezirken geordnet. Kennen die sich alle? Gruppenreisende mit Wohnmobil?

Später machen wir noch einen Spaziergang am Rand des Campingplatzes den Fannefjord entlang. Wir sind gedrückter Stimmung. So ein mieser Campingplatz, ausgerechnet für unseren ersten motorradfreien Tag und zwei Übernachtungen? Das Wetter wird auch schlechter und es bläst ein kalter Wind. Und wie lange halten wir die über unseren Köpfen startenden Flugzeuge aus? Als wir zwischen der Wohnmobilgruppe aus FFB und HH durchgehen und auch AÖ passiert haben, haben wir uns entschieden. Nein, hier gefällt es uns nicht! Wir wollen wieder weg. Die Rosenstadt Molde werden wir ein anderes Mal besuchen. Wir entscheiden, den Track des übernächsten Tages vorzuziehen und hier nur eine Nacht zu bleiben. Noch bevor wir schlafen gehen, buchen wir über die booking.com-App eine schlichte Hütte im Gudbrandsdalen, am Weg in den Süden. Ob wir morgen die bereits bezahlte zweite Nacht zurückbekommen? Wir werden sehen.

Tageskilometer: 130 km
 

14. Tag: Molde - Lesjaskog

Wir haben den Wecker auf 8:00 gestellt. Noch ist die Entscheidung nicht fix, bereits vorzeitig abzureisen. Immerhin haben wir schon für zwei Nächte bezahlt! Angelika liebäugelt immer noch mit einem Besuch von Molde oder der geplanten Fahrt über den "Atlanterhavsvegen" und dann in der "Haahholmen Havstuer" dort essen! Als wir jedoch die Vorhänge zur Seite ziehen, sehen wir, dass es wirklich heftig regnet und somit ist klar: Nein, so geht kein gemütlicher Stadtbummel mit Café und die Atlantikstraße kennen wir schon bei Regen. Wir reisen ab! Weil wir die nächste Etappe einfach geteilt haben, haben wir heute nur eine kurze Strecke vor uns und wir trödeln ein bisschen herum. Wir basteln ein kleines Frühstück und um 10:30 sind wir reisefertig. Der Regen hat etwas nachgelassen und wir ziehen die Regenkombis noch nicht an. Wir tuckern langsam zur Rezeption, wo heute ein anderer Mitarbeiter als gestern Dienst tut. Letztendlich bekommen wir diskussionslos 500 NOK (52.-) für die bereits bezahlte zweite Nacht zurückerstattet und sogar die im ersten Überschwang gekauften Dusch-Jetons á 30 NOK können wir zurückgeben. Das ist fair!

Als wir losfahren hat es auf 12°C abgekühlt, aber das ist uns ganz recht. Es geht den gleichen Weg zurück, den wir gestern hergefahren sind. Heute fällt uns das ziemlich rabiate Gefälle von 9% auf, mit dem es gleich nach Molde durch den 2,7 km langen Fannefjordtunnelen unter dem Fjord durchgeht. Auch die Bolsøya-Brücke wirkt heute bei trübem Nieselwetter und Wind noch höher und noch verbogener! Die nächsten 50 km bis Andålsnes sitzen wir stur ab und hängen unseren Gedanken über erlebte Urlaubsenttäuschungen nach. (Erst einige Tage späer wird uns auffallen, dass hier bei Åfarnes die letzte Fjordfähre dieser Reise war...) Der Himmel wird währenddessen immer düsterer und am Isfjorden fängt es heftig zu regnen an. Es ist nicht dieser platschende Regen wie bei uns daheim. Es ist dieses feine aber alles durchdringende Nieseln, bei dem die Regentropfen auch vom Helmvisier nicht abrinnen und langsam aber sicher alles nass wird. Ärgerlich, aber jetzt nicht zu ändern! 

Wir brauchen noch Postkarten für unsere Lieben daheim! Diese Tradition im Verwandten- und Freundeskreis halten wir aufrecht und natürlich schicken wir auch von dieser Reise einen Gruß nach Hause. Eine bunte Karte, eventuell mit verschmierter Schrift und unleserlich gekritzelt, im Postkastl vorzufinden, das hat für uns eine besondere Qualität. Sorry, neue und soziale Medien, da könnt ihr nicht mit! Was ist ein achtlos mit Smartphonekamera gemachtes Foto, das man mit zwei Klicks "an meine Völker" verteilen kann gegen eine Kartonkarte, die man kaufen, händisch beschriften, mit Briefmarke bekleben und irgendwo einwerfen muss? In Andålsnes finden wir sicher einen Shop mit Postkarten. Und auch ein heisser Kakao und Kuchen wäre fein! Es ist uns doch ziemlich ungemütlich.

Mit Schwung biegen wir bei strömendem Regen ins Zentrum von Andålsnes. Hektisch lassen wir suchend den Blick schweifen ... und sehen das gigantische und luxuriöse Kreuzfahrtschiff "Costa Mediterranea" im winzigen Hafen stehen. Oh nein! Aber gleich daneben ist der Souvenirladen und da stürmt Angelika jetzt hinein. Sie drängt sich an der Kassa vor dutzende Italiener, die bergeweise norwegischen Kitsch und Tand in ihren Körben tragen (nicht, dass wir etwas gegen Kitsch und Tand haben, aber "scusa signore, scusate, posso? mille grazie!" wir müssen ins Trockene und brauchen Kakao!) und kauft eilig 25 schöne Karten plus Briefmarken. Wir ahnen schon, dass wir hier keinen freien Platz in einem Café finden werden, haben doch die 2.680 Teilnehmer vom "Zauber der Fjorde" das Hafenstädtchen schon in Beschlag genommen... 

Nach ein paar ergebnislosen Blicken in die ein und andere Einkaufsstraße geben wir die Suche auf. Ok, dann wieder CircleK! Nur Minuten später stehen wir unter dem schützenden Dach der großen Tankstelle und schlürfen gierig den guten Gratiskakao aus dem Jahresbecher. Dazu kaufen wir noch Hotdogs und flauschiges Vanillegebäck. Wir machen hier richtig lange Pause und -endlich!- ziehen wir das Regengewand an. 

Bei 17°C und starkem Regen geht es nun die schmale und kurvige E136 den Gebirgsfluß Rauma entlang gen Süden. Wir fahren parallel zu den Trollstigen durchs Romsdalen (Rauma, sic!) und sehen erstmals auch die dramatisch-beeindruckende Steilwand " Trollveggen " des Trolltindene, an dessen Rückseite wir gestern fuhren. Immerhin Europas höchste senkrechte Steilwand! Vielleicht noch mehr beeindruckt uns das 1.550 m hohe "Romsdalhorn", dass spitz und unendlich hoch direkt vor uns liegt! Wir beobachten diese bemerkenswerten Gipfel, aber Regen und Wind sind stark und die aggressiven Fallwinde in dem engen Tal drücken das Motorrad immer wieder unvorbereitet in böse Schräglagen. Auch der "Düseneffekt", den wir als Wiener gut kennen, erleichtert das Fahren jetzt nicht.

Nach etwa 40 km durch das einsame Tal erkennen wir rechter Hand einen kleinen Parkplatz und - was gibt es da zu sehen? Wir bremsen uns ein und schauen mal. Oh, da ist ein österreichischer Reisebus und die Urlauber steigen gerade wieder ein. Ein Wasserfall ist da unten, und was für einer! Wir spazieren die paar Meter und schauen auf den "Slettafossen", wie er sich mit brachialer Gewalt hier seinen Weg durch die Schlucht bahnt. Wir stehen auf der Brücke genau über dem Wasserfall und fotografieren begeistert hinunter. Nach der anstrengenden Fahrt ist das eine willkommene Pause!

Das Romsdalen ist ein wildes und unberührtes Tal und hier herrscht auch sehr wenig Verkehr auf der kurvigen und schmalen Straße! Wir freuen uns über unsere Entscheidung, in Molde abgebrochen zu haben. Jetzt haben wir mehr Zeit für das einsame Norwegen, das wir so sehr lieben! Was für eine großartige Sache, wieder "off the beaten tracks" zu reisen!

Nach 20 km erreichen wir schon um 15:30 unseren kleinen und privaten Campingplatz am Lesjaskogvatnet, den wir gestern über die booking.com-App gefunden haben. Es hat längst zu regnen aufgehört und es wird mit 19°C auch etwas wärmer. Wir sind ganz alleine auf diesem Platz mitten im Wald! Ganz hinten am Rand stehen einige norwegische Dauercamper, die schon mit der Umwelt verwachsen scheinen. (Spät abends kommt dann noch ein deutsches Wohnmobil, das sich aber in einigem Respektsabstand zu den Hütten aufstellt...)

Wir genießen die Ruhe und vertrödeln die Zeit mit Lesen, Kaffeetrinken, Nachdenken und was man halt so tut, wenn nichts mehr zu tun ist Ach, ist das toll! Nach einer ausgiebigen Dusche (hier bekommt man für eine 10 NOK-Münze sogar 5 Minuten Warmwasser!) rühren wir unser Travellunch an und essen im Sonnenschein auf unserer Hüttenterrasse. Das Wetter kann sich nicht entscheiden, welche Richtung es einschlagen soll. Rund um uns bitterböse schwarze Wolken, aus denen es manchmal blitzt, aber wir sitzen in der Sonne und kritzeln liebe Gedanken auf alle Postkarten.

Vor dem Schlafengehen spazieren wir noch zum Strand am See, der hier zum Campingplatz dazugehört. Was für eine Idylle hier ist! Wir sehen einige Boote, die kopfüber im Sand liegen. Sollen wir eines mieten? Aber wir wandern lieber über die kleine bewaldete Halbinsel, die in den dunklen See hineinreicht. Dieser gigantische See hat zwei Abflüsse und trennt den Fluß Rauma, der in den Norden fließt und den Lågen, der südwärts das Gudbrandsdalen durchquert. Wir sitzen noch lange auf diesem Bankerl am Ufer und schauen in die Stille...

Tour: 120 km

Hier gehts zum nächsten Reisetag: >>klick
Und hier ein paar Eindrücke, zur Fotogalerie: >>klick (work in progress!)

Wie geht ihr mit enttäuschenden Urlaubserlebnissen um?

Umgehen mit ...

... enttäuschenden Urlaubserlebnissen - ha, da lasse ich mich dann später ausgiebig im Blog drüber aus. Ansonsten gilt: aushalten, und alsbald möglich weiter. Oder abbrechen, und GLEICH weg - je nach Charakter des Reisenden.

Antw.:Umgehen mit ...

Oh, da bin ich aber gespannt auf deinen Blog! Es ist nicht immer alles rosa Einhorn, gell? Auch wenn viele Reiseberichte danach klingen... :)
Geli

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zuletzt aktualisiert am 8.8.2018