Die Tour

1. Tag: Wien - Krakaudorf

Am 19.6. um 9:00 fahren wir in Wien bei herrlichem Sommerwetter weg. Wir nehmen die A1-Westautobahn bis Linz/Raststation Ansfelden, wo wir ein stärkendes Frühstück einnehmen. Das ist auch bei kleinen Motorradreisen schon Tradition!

Anschließend gehts weiter auf der A1 bis zur Abfahrt Voralpenkreuz, wo wir auf der A9-Pyrhnautobahn Richtung Süden weiterfahren. Nach einer Rast am Fuße des Pyrhnpasses, wo wir die nächsten Etappen besprechen, gehts über die gemächliche Passstraße B138 weiter nach Liezen und über die B113 nach Trieben. Hier ist die legendär steile Auffahrt der B114 zu den Hohen Tauern!

Nach diesen 20% Steigung ist Pflichtstopp zum Genießen des herrlichen Ausblicks in Hohentauern! Wir essen eine kleine Jause und freuen uns über den guten Tourstart!

Dann „satteln“ wir die Motos und runter gehts die gut ausgebaute B114 etwa 30 km nach Oberzeiring, nach Pöls und die flotte B317 weiter nach Scheifling, immer das Murtal entlang. Dort biegen wir scharf rechts ab und nehmen die B96 bis Frojach. Wir vermeiden nun die Schnellstraße, nehmen bei der Gabelung die rechte Seite und cruisen die schmale L501 bis Schöder,den 1788 m hohen Sölkpass immer zu unserer Rechten.

Um 18:30 erreichen wir unser erstes Etappenziel, bei lieben Freunden am Bauernhof in Krakaudorf. Nach herzlichem Empfang, Einchecken und erfrischender Dusche, spazieren wir noch ins Dorf, denn wir haben ziemlich Hunger! Der "Guniwirt" ist kein uriges Dorfwirtshaus mehr, der ist nun hochpreisig, also lassen wir bei einem deftigen Abendessen im "Sportstüberl" den Tag ausklingen.

Tageskilometer: 400 km

2. Tag: Krakaudorf - Kötschach-Mauthen

Nach einem zünftigen Frühstück und herzlichen Abschied von Loisl, von Beruf Bäuerin und Chefin der Privatpension, gehts weiter. Die Motorradreise führt über die breite B96 nach Murau weiter über die B97 bis Predlitz. Nach etwa 40 entspannenden Kilometern erreichen wir die Kreuzung zum Einstieg auf der B95 über die Turracher Höhe. Also cruisen wir die breiten Serpentinen hinauf, gemütliche 12% Steigung sind dieser Gegend angemessen.

Oben machen wir erst einmal Trinkpause, denn nun gehts ziemlich bergab mit uns! Das ist wortwörtlich gemeint, denn nun folgt der beeindruckende und steilste Straßenabschnitt Österreichs mit 26% Steigung/Gefälle! In unserem Fall ist es ein Gefälle und wir rutschen auf den Sitzbänken der Transalps ziemlich nach vorne. Motorbremse olé!

Unten kommen wir in Ebene-Reichenau an und biegen noch vor dem Ortseingang scharf rechts ab. Dort beginnt die sensationelle Nockalmstraße (Maut 10 €/pro Motorrad). 52 Kehren sowie wunderschöne Panoramablicke und -wanderungen gibts in diesem Nationalpark! Wir sehen sogar Murmeltiere, als wir zur Pause beim Biker´s Point auf der Eisenthalhöhe (2.042 m) einkehren. Natürlich, und das ist ein offizieller Tipp von uns, essen wir dort ein kräftigendes Ritschert!

Nach 35 km erreichen wir die Talsohle in Innerkrems. Nun müssen wir durch das enge und kurvenreiche Liesertal (B99) bis Gmünd,wo wir das Porsche-Museum besichtigen (8 €/pP). Das ist echt interessant! Wir lassen uns Zeit, denn wir haben es nicht eilig, bevor wir ab Spittal/Drau über die flotte B100 durchs Drautal fahren und nach etwa 60 km Oberdrauburg erreichen. Noch 15 km über die B110, den Gailbergssattel nach Kötschach-Mauthen, wo wir im Gailtaler Hof einchecken.

Eine tolle Tagestour mit Alpenblick pur und fantastischem Kurvenspaß! Nach einem gutem Abendessen beenden wir den Tag mit ein paar Benzingesprächen. Es ist schön, hier zu sein!

Tageskilometer: 167 km

3. Tag: Kötschach-Mauthen - Steinegg/Collepietra

Wir verlassen Kötschach-Mauthen bei sommerlichen Temperaturen und es geht auf der engen und kurvenreichen B111 hinein ins landschaftlich märchenhafte Lesachtal. Ein beeindruckendes Tal, die einzige Straße, die Kärnten und Osttirol Richtung Westen verbindet. Hier ist die Zeit stehen geblieben! Das Motorradherz schlägt höher, diese Etappe zwischen Kötschach und Sillian ist einfach herrlich zu fahren! Schnell ist man hier nicht, aber es ist lustig, die Motos um die engen und kleinen Kurven zu zangeln.

Im 500 Jahre alten Wallfahrtsort Maria Luggau machen wir eine ausgiebige Pause! Angelikas Taufpfarrer stammt von hier und dieser nette greise Mann ist hier überall bekannt und beliebt! Wir plaudern mit ein paar Bauern, die des Wegs kommen, während wir unsere Mineralwasserflaschen leeren.

Am frühen Nachmittag erreichen wir die österreichisch-italienische Grenze! Noch nie waren wir mit unseren Transalps im Ausland, also ist das jetzt schon ein besonderes Gefühl. Das Gefühl, echt weit weg von zuhause zu sein. Wir lieben das! Über Sillian, Innichen/San Candido und Bruneck/Brunico erobern wir über die SS49 langsam und gemächlich Südtirol.

Die historische Universitätsstadt Brixen/Bressanone(gegr. 901 a.D.) durchfahren wir zügig, denn die Temperaturen nehmen jetzt „südliche Werte“ an. Dann gehts durch das Pustertal die SS12 gen Süden entlang durch die wunderschöne Gegend bei Klausen/Chiusa, 30 km vor Bozen.

Dort ist an einem großen Parkplatz in Barbian die hübsche Jausenstation "Zum Kalten Keller", wo wir uns herzhafte Bratwürste kaufen. Wir sind hier die einzigen Gäste und rasten im Schatten und führen interessante Gespräch über die politische Situation Südtirols und die Zweisprachigkeit.

Als wir so auf der Terrasse fläzen, sehen wir plötzlich polizeiliche Blaulichter auf den Parkplatz einbiegen und denken uns noch nicht viel dabei. Vielleicht ein gelotster Schwertransport?

Oh nein! In nicht einmal 5 Minuten ist der gesamte Parkplatz gesteckt voll mit hunderten schwitzenden Radfahrern! Irgendwo zwischen diesen bunten, rotgesichtigen und keuchenden Menschen stehen unsere Motos - also hier kommen wir nicht so schnell wieder weg. Wir erfahren, dass hier 500 Münchner Senioren einen Radausflug zum Gardasee machen. Hochachtung, auch wenn manche nicht mehr gesund ausschauen!

Nun heißt es, kreativ zu werden, denn wir können erst nach den Sportlern den Parkplatz verlassen. Wir bitten die "carabinieri", dass wir langsam zwischen den Radfahrern vorfahren dürfen, wenn wir besonders vorsichtig sind. Sie gestatten das und verständigen einander durch Funk, während wir quasi im Schritttempo zwischen den sportiven Herrschaften an die Spitze der Gruppe und letztendlich an ihnen vorbeituckern.

Jetzt nicht mehr stehenbleiben, sonst holen die uns ein! 5 km vor Bozen folgen wir dem Pfeil scharf nach links Richtung Steinegg/Collepietra. Wir verlassen also das enge Tal! Ein traumhafter Ausblick auf das Südtiroler Bergmassiv begleitet uns auf der SP132 während der Bewältigung von 15 relativ engen Spitzkehren hinauf bis zum Etappenziel „MOHO Steineggerhof“. Oh, ist das schön hier!

Schnell paddeln wir die Transalps in die Tiefgarage, in die Motorräder hier gebeten werden. Und - oh! - hier sind wirklich viele Motorradfahrer einquartiert! Wir beziehen ein wunderschönes Zirbenholzzimmer und schauen uns um. Wie wollen wir den Abend verbringen?

Wollen wir nach dem Essen ins hübsche Schwimmbar? Gar in die Sauna? Oder lassen wir den Abend bei einem Glas Wein gemeinsam mit anderen Motorradfahrern ausklingen? Uns ist heute nicht nach Hotelluxus, also ordern wir einen Krug Wein und suchen ein gemütliches Plätzchen vor dem Haus.

Es wird ein fantastischer Abend mit vielen lustigen Gesprächem mit deutschen Motorradkollegen und wir haben viel Spaß!

Tageskilometer: 165 km

4. Tag: Steinegg/Collepietra - Gardasee

Vorsichtig zirkeln wir die Transalp die Serpentinen hinunter ins Tal. Die Dolomiten lassen wir jetzt hinter uns! Gemütlich cruisen wir dann durchs Etschtal. In weiten Kurven geht es auf der SS12 über die Ebene, immer den kleinen Fluss Etsch/Adige entlang, von der diese Region den Namen hat: "Alto Adige", Oberetsch, ein faschistisch belasteter Name, wie manche hier diskutieren.

Es wird immer heißer und in Rovereto retten wir uns in den Schatten einer Tankstelle. Zum Glück können wir den Getränkeautomaten bedienen, denn heute ist hier Schließtag und wir sind am verdursten! Didi ist am ganzen Körper durchnässt, die Lederkluft ist bei diesem Temperaturen furchtbar zu tragen.

Wir wechseln unsere T-Shirts. Wir haben einen ausreichenden Vorrat im Koffer mitgenommen, denn die praktische, platzsparende, qualitativ hochwertige, komfortablere aber auch viel teuere Funktionswäsche werden wir erst einige Jahre später kaufen...

Wir durchqueren auf der SS45bis das Dörfchen Nago und bremsen abrupt ab. Was für ein Anblick! Vorsichtig paddeln wir die Transalps auf die winzige Aussichtsplattform, die in einer schmalen Kurve auf Touristen wartet. Das Nordende des Gardasees breitet sich malerisch unter uns aus, umrahmt von den nahezu senkrechten Felswänden am Westufer.

Jetzt haben wir nicht mehr weit! Bei Torbole herrscht unglaublich dichter Verkehr! Es ist erst Ende Juni, aber wie mag es hier in den Sommerurlaubsmonaten hier zugehen! Wir stauen durch einige Kreisverkehre und versuchen, den Weg ans Ostufer nicht zu verfehlen. Wir nehmen jetzt die "Gardesana Orientale" SS249 via Malcesine nach Torri del Benaco und am frühen Abend kommen wir nach 50 km in Bardolino an.

Nachdem wir im Hotel „Sportsman“ eingecheckt und eine kalte Dusche genommen haben, genießen wir die mediterrane Stimmung am See und im alten Fischerdorf Bardolino. Etwas erschöpft von der Hitze und überwältigt von den tollen Eindrücken begeben wir uns zur Bettruhe. Nicht ohne im Garten des Hotels noch einige Cocktails geschlürft zu haben...

Tageskilometer: 143 km

5. und 6. Tag: Badetage

Nach einem faulen Tag „Luxus am See“ treffen wir Freunde aus Wien im ca. 60 km entfernten Torbole zum Eis essen. Ein Tag zum Faulenzen und im Zeichen völliger Entspannung. Wir treffen auch die Radfahrer aus München wieder, die ziemlich erschöpft die Gardesana entlangstrampeln und uns zuwinken!

Auch am nächsten Tag rasten wir und lassen die Transalps in der kühlen Garage. Nach vielen Gängen zum fantastischen Frühstücksbuffet flanieren wir den See entlang und besichtigen die geschichtsträchtige Altstadt von Bardolino. Eine entzückende italienische Stadt, mit vielen hübschen Dingen zum Einkaufen…….!

Wir interessieren uns auch für die Geschichte und Entwicklung des alten Städtchens und geniessen bei "Caffé Frappé" und Eislimo den Ausblick auf den See. Die Hitze ist heute unangenehm, weil drückend schwül! Am Strand unseres Hotels lassen wir den Abend ausklingen.

7. Tag: Bardolino - Schabs/Natz

Nach dem fulminanten Frühstück satteln wir unsere Transalps und auf gehts gen Norden. Am späten Vormittag verlassen wir den Gardasee und wir schwören uns, dass wir wieder kommen werden! Dass wir erst in sechs Jahren den See und seine Umgebung bei einer Motorradreise genau erforschen werden, können wir noch nicht wissen...

Über Rovereto, Trento und Bozen geht die Rückreise vorbei an riesigen Apfelplantagen nach Schabs/Natz, wo wir abends im MOHO „Jonathan“ ankommen. Eine herrliche, ruhige Landschaft – richtig zum Entspannen!

Es scheint, also wir hier heroben die einzigen Touristen sind! Obwohl uns der wenig gastfreundliche Empfang im Hotel und das dürftige Essen enttäuschen, schlafen wir auch diese Nacht tief und fest.

Tageskilometer: 190 km

8. Tag: Schabs/Natz - Lienz

Blauer Himmel und sommerliche Morgenkühle begleiten uns, als wir vormittags Südtirol verlassen und durch das Pustertal Richtung Österreich fahren. Bei Innichen/San Candido überschreiten wir wieder die Grenze nach Österreich. Wir bleiben im Pustertal und erreichen nach ca. 100 km unser nächstes Etappenziel Lienz in Osttirol schon am frühen Nachmittag. Wir haben nicht erwartet, schon so früh da zu sein!

Also checken wir erstmal um 15:00 im Hotel „Schlossberghof“ ein und genießen einen tollen Kaffee im Gastgarten. Aber der Tag ist noch jung und wir entschliessen uns zu einer spontanen Motorradetappe über die gut ausgebaute B108 nach Kals am Großglockner. Dazu biegen wir in Huben rechts für etwa 13 km auf den "Single Track" L26 ab. Hier ist es ziemlich einsam und verlassen!

Wir kommen an einigen pittoresken Almhütten vorbei, bis wir am Ende der Straße den Glockner erblicken! Wir holen uns einen ersten Eindruck vom höchsten Berg Österreichs und von der noch bevorstehenden Überquerung des Großglocknermassivs.Ein Vorgeschmack auf die noch bevorstehende Tour über die Großglockner Hochalpenstraße!

Auf der Rückfahrt von Kals besichtigen wir noch das Naturdenkmal Schleierfall. Ein märchenhafter Wasserfall inmitten einer idyllischen und menschenleeren Landschaft! Irgendwann kehren wir dann ins Quartier zurück und machen uns stadtfein. Wir lassen diesen ereignisreichen Tag in der Altstadt von Lienz ausklingen, bevor wir ziemlich müde in die Federn kriechen.

Tageskilometer: 180 km

9. Tag: Lienz - Saalbach-Hinterglemm

Heute geht es Richtung Großglockner! Wir können noch nicht wissen, dass in wenigen Jahren diese Gegend zu unserem zweiten Zuhause wird, denn jetzt ist noch alles neu für uns! Über Iselsberg, Winklern und Mörtschach fahren wir die flotte B107 nach Heiligenblut. Diese Dorf ist uns von unzähligen Ansichten, Postkarten und Plakaten wohlbekannt! Es ist auch wirklich sehr schön hier!

Mittags beginnt für uns das Projekt "Großglockner" denn mit dem Bike waren wir noch nicht dort oben und das Wetter passt! 48 km lang und 36 Kehren, das ist die historische Großglockner-Hochalpenstraße (Maut: 24,50 Euro pro Motorrad!). Wir erklimmen zunächst die „Kaiser-Franz-Josefs-Höhe“ auf 2.360 m.

Das Wetter lässt es zu, dass wir den Großglockner in seiner vollen Größe und Schönheit zu sehen bekommen! Wir machen eine lange Rast auf dem Aussichtsparkplatz und bestaunen das Panorama. Es hat frische 15 C° und trotzdem treffen wir viele Barfuß-Touristen... Einfach schön, hier zu sein!

Wir beobachten noch lange den Gletscher der Pasterze, wo tief unter uns Menschen wie Ameisen über das Gletschereis wandern. Wir überlegen, ob wir auch da hinunter wollen. Aber das würde wohl zuviel Zeit kosten, also ein andermal! Nach einer Weile entschliessen wir uns zur Weiterfahrt und passieren unzählige Kehren bis zum Hochtor – mit 2.504 m der höchst befahrbare Punkt der Hochalpenstraße. Langsam aber sicher bewegen wir uns wieder in Richtung Tal.

Beim Fuschertörl (2.407 m) machen wir eine ausgiebige Rast auf der Aussichtsterrasse, wo wir uns mit einer deftigen warmen Suppe stärken und aufwärmen, es ist ziemlich frisch hier heroben! Noch ein letzter Blick zum Bergmassiv und los geht der Abstieg auf der Hochalpenstraße Richtung Bruck/Glocknerstraße, immer den Geruch von verbrannten Bremsen und gequälten Kupplungen der Blechdosen in der Nase....

Jetzt sind wir auf unseren Hausstrecken. Über die B311 nach Zell am See und Maishofen und weiter über die schmale L111 erreichen wir ziemlich schnell das nächste Etappenziel Saalbach/Hinterglemm. Wir wollen in den überteuerten Restaurants hier nicht essen, daher kaufen wir im Supermarkt ausgiebige Jause ein, die wir dann gemütlich am Balkon unseres hübschen Zimmers verdrücken. Dann beenden wir den Tag unter dicken Daunendecken. Gute Nacht, Welt!

Tageskilometer: 106 km

10. Tag: Kitzbühel - Krimml

Beim Frühstück lernen wir den Gastgeber ein bisschen kennen. Er hat großartige Geschichten von seinen Extremtouren in die Anden zu erzählen und der Frühstücksraum ist mit spektakulären Bildern davon geschmückt! Wir beschließen heute einen kleinen Ausflug, denn hier wollen wir länger als einen Tag bleiben. Der Wirt hat nichts dagegen und das Zimmer ist frei!

Also fahren wir über Zell am See und Mittersill auf der gut ausgebauten B165 zu den Krimmler Wasserfällen und weiter über den Gerloßpass über Kitzbühel, St. Johann und Hochfilzen wieder zurück nach Saalbach. Wir durchfahren somit das gesamte Salzach-Tal!

Den Wasserfallweg ersparen wir uns, denn die Biker-Kleidung ist nicht besonders bequem zum Wandern. Der Krimmler Wasserfall mit seiner Länge von 380 m und seinem kühlenden Sprühnebel ist ein einzigartiges Naturschauspiel! Ausserdem ist es so fein, in der ionisierten Luft zu sitzen und sich zu erholen! Dieser Sprühnebel wird sogar therapeutisch genutzt!

Wir bleiben lange dort und kommen aus dem Staunen nicht heraus. Leider geht der Tag langsam zu Ende und via Saalfelden am Steinernen Meer erreichen wir abends Saalbach.

Tageskilometer: 210 km

11. Tag: Saalbach-Hinterglemm

Heute ist ein Faulenzertag angesagt! Es ist heute bedeckt und es scheint keine Sonne. Die Temperatur ist eher kühl und so wollen wir einmal die Gegend checken. Wir haben hier außerdem spontan unser Quartier verlängert, weil wir uns bei der Familie Hagleitner so wohl fühlen. Die Motorräder lassen wir also geparkt und unternehmen einen ausgiebigen Spaziergang durch Saalbach. Es ist schon erstaunlich, wie hässlich und lieblos diese (ehemals?) mondäne Ski-Arena im Sommer wirkt. Verlassen, keine Touristen, überteuerte und dafür leerstehende Hotelbunker im pseudo-alpenländischen Stil.

Wir beobachten bei einem Kaffee einen Hotelbesitzer, der - offensichtlich ziemlich begütert, wie man aus seiner Kleidung und seinem Gehabe schließen kann - untätig vor seinem leeren Haus sitzt und Zeitung liest. Auch die in Phantasieuniformen gesteckten Hotelpagen langweilen sich ziemlich. Eine seltsame Stimmung hier!

Abends fragen wir unseren Zimmerwirt, wo man denn gut und günstig essen könnte. Die touristischen Restaurants interessieren uns nicht. Er hat einen genialen Tipp für uns! Und so kehren wir bei einer versteckt liegenden "Jausenstation" ein, welche neben dem Fischteich "Bärenbach" liegt und uns werden hervorragende und frisch gefangene Forellen und Saiblinge serviert! Die Jausenstation ist voll mit gut gelaunten Pinzgauern. Hier sind also die ganzen Einheimischen! Eine super Stimmung herrscht hier und es ist ein ziemlich romantischer Abend…..!

12. Tag: Saalbach-Hinterglemm - Salzburg

Langsam geht unsere 1. gemeinsame Motorradtour zu Ende. Nach dem Frühstück satteln wir wieder unsere Transalps und auf geht es über die B311 und die B164 via Saalfelden, Maria Alm und Dienten am Hochkönig nach Bischofshofen. Heute scheint das Wetter umgeschlagen zu haben, es ist düster und es könnte jeden Moment zu regnen beginnen.

Am Hochkönig nehmen wir Abschied von den hohen Bergen, die unsere Motorradtour so oft begleitet haben. Bei Bischofshofen wechseln wir auf die B99 und durchqueren das Fritztal bis Hüttau und Niedernfritz, wo wir rechts abbiegen. In Hüttau besichtigen wir noch das alte Bahnwärterhaus, aus dem Angelikas Familie stammt. Obwohl es schon seit Jahrzehnten verlassen ist, ist noch spürbar, wie hier die bäuerliche Familie gemeinsam ihr Leben bewirtschaftet hat!

Dann geht es auf der gut ausgebauten B166 über Lungötz und Abtenau nach Grödig am Untersberg. Da wir zeitig eintreffen und das Wetter uns gnädig ist, machen wir noch einen Abstecher nach Berchtesgaden und weiter zum Königssee. Ein malerischer und geschichtsträchtiger Ort, wo wir den Blick zum See und zu den Bergen genießen.

Bei einem Würstlstand genehmigen wir uns eine leckere Bratwurst, denn wir haben heute eigentlich noch nichts gegessen! Als es dann doch endlich zu regnen beginnt, fahren wir schnell nach Grödig zurück. Im Abendlicht am Untersberg beenden wir diesen Tag und verbringen in einer kleinen Privatpension eine erholsame letzte Urlaubsnacht.

Tageskilometer: 110 km

13. Tag: Salzburg - Wien

Heute absolvieren wir die letzte Etappe unserer 1. "Großen Tour". Wir genießen auch diese Fahrt über die Autobahn A1 und die B1 und ohne Zwischenfälle kommen wir abends in Wien an. Unzählige Eindrücke, zahlreiche Erlebnisse und wunderschöne Stunden werden uns immer in Erinnerung bleiben!

Für uns ist klar: das ist unsere Art zu reisen, das ist genau unser Ding! Wir freuen uns schon auf die Planung für die Tour 2006!

Tageskilometer: 320 km

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zuletzt aktualisiert am 22.3.2024