Wie ticken denn die? Die Publikumsbeschimpfung...

Ja spinnen denn die beiden? Was soll das denn? Nun, keine Angst. Wir haben diesen Titel nur wegen der Klicks gewählt. Immerhin feierte der ebenso großartige wie umstrittene österreichische Literaturnobelpreisträger Peter Handke vor über 50 Jahren mit einer Publikumsbeschimpfung ebenso großartige wie umstrittene Erfolge...

Aber was bewegt uns nun? Wenn wir auf Reisen sind, dann freuen wir uns über jeden Kontakt zur einheimischen Bevölkerung. Uns interessieren Menschen! Wie leben sie? Wie denken sie über aktuelle Dinge? Was ist ihnen wichtig? Mögen wir uns? Wie ticken denn die?

Es ist interessant, wie die eigene Mentalität auf die Einheimischen dort wirkt und wie jene auf uns wirken. Was ein Gastland mit uns macht. Inwiefern die gefühlte Mentalität das Wohlfühlen in einem Land beeinflusst. Ob es gar Länder gibt, die man deswegen nicht bereisen will. Und ob das alles nur dumme Klischees sind? Gibt es so etwas wie Mentalitäten oder ist es nur die oberflächliche Außensicht eines Fremden auf Fremde?

Gibt es Mentalitäten, kann man die Einwohner eines Landes „über einen Kamm scheren“? Nun ja. Obwohl wir uns nicht mit Mentalitätsgeschichte befassen wollen und diese soziologisch-kulturwissenschaftliche Sichtweise außen vor lassen wollen (ohnehin ein sehr junges Wissenschaftsgebiet), lesen wir doch viel darüber, bevor wir in eine unbekannte Region reisen.

Mentalitäten beschreiben bestimmte Eigenschaften des Denkens und Handelns, das bestimmten Personengruppen zugeschrieben wird. Diese stereotypen Muster sind messbar, trotz dem Problem der Verallgemeinerung und daraus entstehender Vorurteile. Sie entstehen über den Erfahrungs- und Erziehungsprozess, über die Sozialisation. Mentalität beeinflusst die Vorstellung, die wir uns von anderen Ländern machen.

Der berühmte Erwin Ringel beschrieb die „Österreichischen Seele“ als miesel- und rachsüchtig und voller Minderwertigkeitskomplexe [1]. Ein todessehnsüchtiges Volk von Neurotikern. Nun, das wollen wir nicht so ernst nehmen. Das Buch ist auch schon einige Jahrzehnte alt und Ringel war kein Motorradreisender sondern Psychiater und Selbstmordforscher.

Was ist nun mit der österreichischen Mentalität? Im Gegensatz zu den Deutschen gilt er als gelassen und ein bissel schlampig. Man erzählt sich, dass die mit den Preußen gemeinsam organisierte Verwaltung von Schleswig-Holstein im 19. Jhdt nur deswegen nicht klappte, weil die der Meinung waren, wir machen das nicht ordentlich! Beim „Gasteiner Vertrag 1865“ teilte man sich das Land dann auf. Das gemeinsame Projekt wurde beendet.

„Schau ma mal“ ist die Devise und mit „jo eh“ lassen sich viele Sachverhalte beantworten. Wir mögen Titel und reden einander im Berufsalltag damit an. Ein Kellner ist als „Herr Ober“ zu titulieren, wenn man eine der etwa 40 Kaffeevariationen bestellt. Übrigens wurde man von ihm soeben nicht beleidigt, es war nur der berüchtigte „Wiener Schmäh“. Wer Schnitzel mit Pommes bestellt, outet sich sowieso als Tourist. Die „Pommesschranke“ markiert den Piefke. Wir empfinden Österreicher nicht als fremdenfreundlich!

Man munkelt, dass Österreicher eine skurrile Mischung zwischen dem laut-lebhaften Süden und dem schwermütigen Osten sind. Dazu das kollektive Gedächtnis eines ehemaligen Vielvölkerstaats und einer unfreiwillig winziggeschrumpften Großmacht. Denkt an den Gardasee! Oder Kiel in Schleswig-Holstein!

Für die Tschechen sind wir schlampige Deutsche, für die Deutschen sind wir nur schlampig, haben aber einen putzigen Hüttengaudi-Akzent und für alle anderen sind wir eine Menge Mozarts am Hallstättersee, die fortwährend „Sound of Music“ trällern. (Ein Film, den in den USA jeder und in Österreich niemand kennt.) Österreich ist natürlich viel mehr. Wer das wissen will, schaue auf die winzige Fußnote [2].

Nun aber zu "den anderen". Sehr selten liest man in Motorrad-Reiseberichten von enttäuschenden Erlebnissen in einem Land[3]. Warum eigentlich? Es gibt keinen Reiseführer der Welt, der nicht für jedes Land mit „freundlichen Menschen“ und „großer Gastfreundschaft“ wirbt! Dennoch erleben wir es ehrlicherweise anders. Natürlich sind unsere Betrachtungen subjektiv. So wie wir es erleben. Unsere Begegnungen und unsere Erlebnisse. Klar soweit?

In manchen Ländern und Regionen fühlen wir uns wohler als in anderen. Ja, in manchen fühlen wir uns sogar wie zuhause! Wir checken auf Reisen oft ab und denken über die Frage nach: „Könnten wir hier leben?“ Die Menschen, die wir kennen lernen und die gefühlte Mentalität, machen dabei einen großen Unterschied.

Beim Überlegen zu diesem Thema denken wir zuerst an Länder, die wir besser kennen! Unser großer Nachbar Deutschland. Klar! „Was die Österreicher von den Deutschen trennt, ist die gemeinsame Sprache“ stellte Karl Farkas 1957 fest. Das „Fremdeln“ ist aber fast nur mehr Nostalgie. Der Skandalfilm „Piefke-Saga“ wäre heute – 30 Jahre später – so nicht mehr denkbar.

Dann wäre da Italien und zwar der richtige Süden. Jene Landesteile, die auch früher nicht zu Österreich gehörten. (Ja, ein bissel Nostalgie ist erlaubt, wenn man den halben Gardasee und Teile der Dolomiten auf Grund eines idiotischen Kriegs an die Nachbarn verlor. Die Dolomiten! Aber Kriege sind immer und absolut idiotisch!)

Norwegen, das Sehnsuchtsland! Das Land von Angelikas Vorvätern ist uns seltsam vertraut. Vertrauter jedenfalls als die südlichen und geografisch näheren Balkanländer, in denen wir auch spezielle Erfahrungen machten. Großbritannien (oder bald eher „Little Britain“) kennen wir auch gut. Ein wichtiger Teil Angelikas Vergangenheit fand dort statt. Wir lieben diese Insel!

Nun aber zu Deutschland[4]! Cordoba, Piefke-Saga und die Pickelhaube der „Saupreißn“. Mit Büchern zum Verhältnis Deutschland-Österreich wurden bereits Bibliotheken gefüllt und die meisten Texte sind ironisch-freundschaftlich.

Seit einigen Jahren pflegen wir freundschaftlichen Kontakt in den „echten Norden“ und diese lieben Menschen sind uns viel wert. Sie stellten einmal fest, dass man uns Österreicher mit unserer herzlichen Art wohl überall mögen muss. Nun, ist das nur ein Klischee von Sachertorte, gemütlicher Weinseligkeit und schöner Landschaft? Lipizzaner, Sissi und Mozartkugel? Der putzige Akzent? Wie erlebt man uns im Ausland?

Es stimmt tatsächlich, dass wir leicht Kontakte finden. Man mag uns. Das zeichnet unsere Reisen aus. Da waren unzählige schöne Begegnungen[5]! Gespräche, Plaudereien, mal nur kurz, mal auch einige Tage lang, Smalltalk und Privates. Wir fühlen uns fast überall gemocht. Wir denken, dass wir mit offenem Herzen auf Fremde zugehen und das kommt gewiss zurück. Ist das ein herzlicher Teil des österreichischen Wesens? Ein Vielvölkerstaat-Gen? (Die Politik lässt seit vielen Jahren das Gegenteil annehmen.)

Wir finden es erheiternd, wenn manche Österreicher buchstäblich zu jeder Fußballmannschaft halten, die es mit Deutschland aufnehmen muss. Cordoba 1978[6]! Ein völlig unwichtiger Sieg gegen Deutschland, aber der Torschütze Hans Krankl ist in der kollektiven Erinnerung Österreichs bis heute ein Volksheld! Natürlich wird eine deutsche Niederlage liebevoll-spöttisch zur Kenntnis genommen.

2018 wurde ein Bonmot schnell viral „Jetzt hamma die Streif so lange entschärft, dass endlich a Deitscher gwinnt.“ Der Kölner Thomas Dreßer hatte die legendäre Ski-Abfahrt in Kitzbühel gewonnen. Der erste Deutsche seit 40 Jahren! Nun, zumindest ist er mit einer Österreicherin verheiratet und lebt auch hier. Das stimmt versöhnlich. Gefeiert wurde hingegen ein ironisch-humoriges Posting in einer österreichischen Tageszeitung: "Deutschland kommt in Russland schon wieder nicht weiter." Die deutsche Fußball-Elf war soeben bis auf die Knochen blamiert aus der WM 2018 in Russland ausgeschieden.

In Deutschland gibt es fünf Nationen[7]. Im Süden bis Mitteldeutschland ist das Geld zu Hause. Strebsame und erfolgsverwöhnte Menschen legen großen Wert auf Regeln und Ordnung. Auf Grund ihres wirtschaftlichen Erfolgs gelten sie als ehrgeizig und eingebildet. Für uns sind das wohl jene, die nicht nur alles, sondern das auch besser wissen. Man findet diese Spezies häufig in Internet-Foren. Die bestorganisierten Deutschen haben natürlich Foren zu allen denk- und undenkbaren Themen!

Der Nordosten ist mit Ostseebädern und schroffen Felsen landschaftlich beeindruckend, aber man nennt diese Region auch jene der „Hoffnungslosen“. Wirtschaftlich abgehängt konnten sie bis jetzt ihren historisch bedingten Rückstand nicht aufholen. Die AfD ist hier omnipräsent. Bei unseren Reisen in diese Region konnten wir überraschenderweise nur schwer Anschluss finden. Uns kamen die Menschen zurückhaltend und wenig fremdenfreundlich vor. (So wie die Tschechen, von denen wir auf der Anreise einige unangenehme Eindrücke gewannen. Wir haben aber ausgesprochen nette tschechische Freunde!)
Die Menschen im deutschen Westen hingegen gelten als ausgelassen, lebensfreudig und „wenig deutsch“. Pünktlichkeit und Ordnung ist hier weniger wichtig, die Nähe zum französischen „savoir vivre“ schlägt hier durch.

Moin! Im Norden leben die glücklichsten Menschen[8]. In diesen wirtschaftlich armen Ländern trägt ein minimalistischer Lebensstil und dänische Mentalität zum Glücksempfinden bei. Die Ästhetik von Landschaft und Architektur ist von bescheidener Einfachheit geprägt. Sie haben den bundesweit beliebtesten Dialekt.

Ja, können wir alles bestätigen! In den eintönig-ruhigen Landschaften läuft alles langsamer und achtsamer und das finden wir toll. Das Land und seine Menschen strahlen Einfachheit und Geradlinigkeit aus. Wir lieben ebenso die einfachen Dinge und … den Akzent! (Lauscht mal Meister Röhrich in den „Werner Beinhart – Filmen[9]"!)

Man sagt ihnen Zurückhaltung nach, es sei schwer, ihnen nahe zu kommen. Wortkarg und muffelig sollen sie sein. Das ist doch Quatsch! Noch in keinem anderen Land wurden wir beim Einchecken im Hotel vom Rezeptionisten umarmt oder so oft auf Märkten freundlich nach unserer Herkunft befragt, um gleich ausgiebig mit uns zu „schnacken“. Im hohen Norden fühlen wir uns trotz der Entfernung wie zuhause. (Nun, Holstein und Kiel waren mal österreichisch. Ist aber lange her.)

Schluß mit dem Gesabbel! Wir haben mit Deutschland wunderbare Erfahrungen gemacht! Warmherzige und freundliche Menschen, große Gastfreundschaft, hilfsbereite und großzügige Leute in einem straff organisierten und regelverliebten Land! Und wenn sie uns "Ösis" wieder einmal die Welt erklären, nun dann denken wir heimlich „Na schau ma mal, dann seh´n ma schon!“ Sie meinen es ja nicht böse.

Italien, des Österreichers liebstes Urlaubsland. Hier werden uns Mentalitätsunterschiede erst im Süden deutlich. Norditalien, Südtirol, das ist uns zu nah, um Unterschiede festzumachen. So wie übrigens auch Bayern. Aber im Süden, südlich von Rom. Neapel! Die ganze Welt liebt die italienische Lebensweise, „dolce vita“, Lebensfreude, gutes Essen, guter Wein. Es ist laut in italienischen Städten und nach einigen Wochen nervt uns das. Unpünktlichkeit und Unzuverlässigkeit nennt man hier Gelassenheit. Man braucht bei Essensbestellungen viel Geduld und man muss körperbetonte Begrüßungen mögen. Wir sind gerne dort!

Aber es ist auch die einzige Region, in der Angelika Probleme mit Zudringlichkeiten hatte. In der Offenheit und Freundlichkeit mitunter als Einladung interpretiert wurde, wo keine Einladung ausgesprochen wurde. Ja, sowas kommt schon mal vor. Aber in Süditalien häufiger als es statistische Normalität wäre. Dass wir die Sprache beherrschen und manches verstehen, was nicht für unsere Ohren gedacht war, half nicht unbedingt. Wir wissen schon: Die beißen nicht, die wollen nur spielen. Trotzdem empfinden wir das als ziemlich mühsam.

Wir haben schon erwähnt, dass es keinen Reiseführer gibt, der nicht jedes Land mit „freundliche Menschen“ und „Gastfreundschaft“ beschreibt. Natürlich sind unsere Betrachtungen rein subjektiv. Was denn sonst? Und rein subjektiv gibt es ein Land im Südosten, wo wir uns – anders als in allen anderen Ländern am Balkan - nicht wohlgefühlt haben: Albanien. Wir wissen, dass dies für zahlreiche Motorradfahrer ein Traumziel darstellt. Wunderbare Menschen, tolle Landschaft! Wir stoßen daher mit unseren Erlebnissen oft auf Unverständnis.

Nun, unsere Erfahrungen waren eher enttäuschend. Der (Achtung Klischee!) balkanische Stolz, das ausgeprägte Ehrbewusstsein und der für uns übertrieben zur Schau gestellte Patriotismus waren uns unangenehm. Wir empfanden statt Gastfreundschaft ausgeprägten Geschäftssinn. Im Hinterland fühlten wir uns nicht willkommen sondern als misstrauisch beäugter Störfaktor. Schade, denn dieses Land wäre viele Reisen wert!

In Montenegro, Kroatien, Bosnien und vor allem in Mazedonien hingegen haben wir herzliche Menschen kennengelernt. Zu Goće in der Nähe des Ohrid-Sees haben wir immer noch netten Kontakt!

Zum Abschluss noch ein Sprung in den hohen Norden, ins Sehnsuchtsland Norwegen! Wir lasen oft, die Menschen in der einsamen Tundra seien knurrig, unfreundlich und sehr zurückgezogen. Wir empfanden rundweg das Gegenteil! Uns bleibt die Herzlichkeit, die Gastfreundschaft, das Interesse an uns und unseren Erlebnissen in Erinnerung. Den lieben Menschen im Norden fühlen wir uns auf eine seltsame Weise nah. Gleiches gilt für Großbritannien, auch wenn uns die Inselbewohner mit ihrer überbordenden Freundlichkeit distanzierter erscheinen.

Nun sind wir neugierig auf Frankreich, das wir 2020 erstmals bereisen. Wie ticken die? Gibt es zwischen Bretonen und Franzosen merkbare Unterschiede? Die Sch´tis im Norden wurden mit ihren Eigenarten sogar mit dem bisher beliebtesten französischen Film geehrt[10]. Wir hören, dass die Zeit vorbei ist, in der man alle Sprachen außer dem Französischen verweigerte und Touristen hochnäsig die „Grande Nation“ spüren ließ. Wir sprechen kein Französisch, also werden wir das ziemlich schnell merken.

Wir möchten keine unserer Erfahrungen missen. Sie machen unsere Reisen aus, sie sind großer Teil unserer Erinnerungen. Obwohl – und so ehrlich kann man sein – es Länder gibt, die wir definitiv nicht besuchen wollen. Doch das ist Thema für einen anderen Aufsatz.

Wie ist es bei euch? Nehmt ihr wahr, wie die eigene Mentalität auf Einheimische wirkt? Beeinflusst die Mentalität eines Landes euer Wohlfühlen auf Reisen? Gibt es Länder, die euch deshalb unangenehm waren, die ihr gar nicht bereisen wollt? Oder haltet ihr das alles nur für Klischees und Vorurteile?



 

Thema: Wie ticken denn die?

Gut auf den Punkt gebracht

Ich kann gut nachvollziehen, was du meinst. Es ist sehr schwierig, seine persönlichen (und somit extrem subjektiven) Erlebnisse in eine allgemeingültige Empfehlung oder eben Warnung vor einem Reisegebiet umzuwandeln. Man ist sich selbstverständlich bewusst, dass genau das nicht möglich ist.

Die Eindrücke, die wir auf unseren Reisen sammeln, sind ja immer nur winzig kleine Ausschnitte der Gesamtrealität des jeweiligen Landes/Gebietes. Und können somit auch nicht alle Aspekte wiederspiegeln, bleiben immer unvollständig, einseitig und womöglich auch unfair oder schlicht falsch.

Trotzdem finde ich es extrem wichtig, hier ehrlich zu bleiben. Wenn ich persönlich unsere Touren plane, stöbere ich in so vielen unterschiedlichen Reiseblogs wie nur möglich. Und wenn ich dann bei der überwiegenden Zahl dieser Berichte zu lesen bekomme, dass z.B. in Ort XY irgendwie eine unangenehme Stimmung herrscht oder Reisende gerne abgezockt werden, dann nehme ich das ernst und beziehe das u.U. in meine Planung mit ein, auch wenn in gängigen Reiseführern hiervon nichts zu lesen ist.
Genauso wie ich umgekehrt auch Empfehlungen wahrnehme und gerne auch übernehme.

Am Allerwichtigsten ist m.M. jedoch, dass man in seinen Reiseberichten immer wieder darauf hinweist (wenn es denn nicht sowieso offensichtlich ist), dass es sich hier um private Erlebnisse handelt. Und dass diese nicht verallgemeinert werden, sondern eben auch also solche (nämlich subjektive) Eindrücke geschildert werden. Warum sollte ich lügen? Etwas als schöner zu beschreiben, als es tatsächlich gewesen ist, ist schließlich auch eine Lüge. Dann könnte ich mir die Berichte auch gleich ganz sparen :)

Antw.:Gut auf den Punkt gebracht

Wir sehen es ganz genau so wie du. Es ist ein heikler Spagat zwischen "persönlichem Erlebnis, das nicht zur Verallgemeinerung führen darf" und Allgemeingültigkeit. Der ständige Hinweis auf Subjektivität ist da mE der einzige Ausweg.

Natürlich bezieht man solche privaten Fremdeindrücke und -infos in die eigene Planung mit ein!
Soll ich in ein Land reisen, wo einige Berichte von steinewerfenden Kindern und düsterer Stimmung wegen Blutrache erzählen? In ein Land, wo es "LGBT+"-freie Zonen gibt, wo diese unsere Freunde und Mitmenschen nicht erwünscht sind?
No way!

Oh es gibt für uns viele Gründe, in ein Land NICHT zu reisen und die wenigsten finden sich in den offiziellen Reisewarnungen. Aber das ist wohl Thema für einen eigenen Artikel, ein weiteres überaus heikles Thema ....

Ganz liebe Grüße!
Geli

Danke!

Danke für diesen feinen Artikel! Ihr habt den Spagat gut hinbekommen. :-) Auf einer österreichischen Website über Deutsche herziehen!
Nein, Spass.

Ich habe auch viele Erinnerungen an Menschen, die ich nur einmal für ein kurzes Gespräch traf und dann nie wieder. Interessant, dass so etwas im Gedächtnis bleibt!

Liebe Grüße aus der Steiermark
Max

Antw.:Danke!

Danke für dein Lob! Das sind die schönsten Reiseerinnerungen, nicht wahr?
LG Angelika

Hingerissen

Ein toller Aufsatz. Ich bin begeistert, dass du dieses schwierige Thema angehst und noch begeisterter, wie klug, witzig und fundiert du das machst. Meine Güte...

Solche Themen sind schwierig, weil man sich leicht Unsachliches einhandelt. Aber du schreibst ja selbst, es ist alles subjektiv. Im Grunde gilt das für alles, außer der Mathematik.

Zu gerne würde ich einen Länderführer aus meiner Sicht dazu beitragen. Für jedes Land, das ich besucht habe, eine Seite mit Informationen, aber nicht nur mit Daten aus Wikipedia, sondern mit den Sätzen, die ich einem Kumpel am Biertisch sagen würde, wenn er mich fragt: "Sag mal, kannst du eigentlich das Land XYZ empfehlen?" Dann nimmt man kein Blatt vor den Mund und sagt ganz offen, was wirklich ist.

Ach prima, dass du dieses Thema bearbeitest. Wobei Deutschland-Österreich noch am einfachsten ist. Das hast du sehr liebevoll gemacht.

Und falls du mal wieder hier auf der Ecke bist, erkläre ich dir noch ein wenig von der Welt *prust*

Herzliche Grüße aus der ehemaligen österreichischen Kolonie, aus Kiel.
Drück dich
Svenja

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zuletzt aktualisiert am 21.10.2020