Thema: "Tourism kills the city!" - eine Provokation

Antw.:Antw.:Faul geworden?

"Es löst das internationale Problem des Overtourism nun leider gar nicht, wenn man als Biker nach Georgien/Moldawien/Mongolei fährt, nicht?"

Doch, wenn 30% der Biker anstatt nach Norwegen nach Georgien fahren ist Norwegen nicht mehr überlaufen und Georgien freut sich (noch).

Vor 30 Jahren war ich mit einer Suzuki GT 380 unterwegs. Da war Norwegen anstrengend und schwer (man musste auch technisch fit sein, die GT ist nicht ohne Pannen in Norwegen angekommen und das war auch nicht erwartet).

Heute bin ich mit einer R1200GSA unterwegs und die Mongolei ist heute einfacher zu erreichen als Norwegen mit der GT vor 30 Jahren.

Wenn es einfacher ist irgendwo anzukommen, kommen mehr Leute an (wie in Norwegen). Meine Reaktion darauf war halt woanders hinzufahren, wo es nicht so einfach ist hinzukommen.

Mein "faul" bezieht sich auf die Tatsache das es jedes Jahr einfacher wird das Nordkapp zu erreichen (inzwischen alles asphaltiert, Tankstellen immer mit einer Tankfüllung zu erreichen, Motorräder deutlich zuverlässiger, etc). Passt ja gut, wir werden ja alle auch älter. Sich dann aber zu beschweren das das immer mehr Leute machen und die eigenen Ziele NICHT zu überdenken und sich den gleichen "Strapazen" wie vor 30 Jahren zu stellen ist faul...

Nimm die gleichen "Strapazen" auf wie vor 30 Jahren nach Norwegen und du erreichst auch heute noch völlig vom Tourismus vergessene Orte.

Die "Strapazen" sind im übrigen der Grund, warum ich solche Reisen mache. Ich WILL absichtlich meine Komfortzone verlassen.

Also nicht meckern, sondern woanders hinfahren...

Überdies ist "Overtourism" ein Luxusproblem. Es beschwert sich der Sohn eines Fischers, der im Souvenirladen arbeitet. Nur Fischer werden will (und kann) er natürlich nicht.

Natürlich wäre es schön, wenn die Massen nicht da währen (und er trotzdem sein Geld im Souvenirladen verdienen könnte). Weniger Arbeit hätte er ausserdem. Nur leider geht das nicht.

Das sich die Leute in Barcelona beschweren es gäbe wegen der vielen AirBnB keinen bezahlbaren Wohnraum mehr ist auch Unsinn. Es gibt so gut wie keine Metropole mehr in der Wohnraum bezahlbar ist. Das ist keine Folge der Touristen, sondern eine Folge der Urbanisierung unserer Gesellschaft...

P.S.: Das Hinzufügen der Quellenangabe in den Copy-Buffer, wenn ich etwas auf eurer Website kopiere geht ja so gar nicht. Absichtliche Datenmanipulation? Echt jetzt? Jede Menge rote Disclaimer am Ende der Seite, aber kein Hinweis hierzu?

Gruss

Volker

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zuletzt aktualisiert am 29.11.2022