Danke für euren vielen Tipps! Wie hat euch die Reise gefallen?

Eure Nordtour 2017

Hallo Ihr zwei,
da ich ja nun auch ab und zu mal etwas von Euch lesen wollte, bin ich auf Eure Vorbereitungen für Norwegen 2017 gestoßen.
Ihr könnt mich am Wochenende auch gern mal anrufen und konkrete Fragen stellen (nicht zur Übernachtung, das habt Ihr ja schon geklärt).
Ist die 0049-39266-52081.
Meinem Namen könnt Ihr ja entnehmen, dass ich in Scandinavien fast zu Hause bin. Das betrifft zwar nicht im nennenswerten Umfang den Süden Norwegens, aber durchfahren habe ich ihn auch schon. Nur alle Fjorde schafft man natürlich nicht.
Richtig ist, dass Ihr Euch auch im Juni/ Juli auf alles einstellen müsst; je nachdem, wie die Großwetterlage ist. Von 10 Grad im Regen, 0 Grad nachts bis 30 Grad am Tage ist alles möglich. Allerdings ist, bedingt durch die unmittelbare Nähe zum Atlantik, häufig mit langanhaltendem Regen zu rechen, besonders südlich vom 65. Breitengrad. Im Norden wird es meist besser, wenn eine Warmluftzunge von Ägypten über den russischen Rücken nach Finnland zieht. Die reicht dann auch häufig bis in die norwegische Finnmark. Beheizbare Stiefel halte ich für übertrieben, aber die Griffe müssen es auf alle Fälle sein. Ich selber würde Euch trotz Eurer Neigung, in festen Unterkünften zu schlafen, dennoch raten, als Zeitrahmen grob frühestens den 20. Juni und spätestens den 10. Juli als Starttermin zu setzen. Weil: selbst Ende Juni sind im Norden, besonders im Grenzgebiet zu Schweden, die Seen noch zugefroren und an den Hängen liegt noch ein Meter Schnee. Und nach dem 10. Juli fängt der Rückgang des maximalen Sonnenwinkels zu galoppieren an, so dass Ihr am 23. Juli am 63. Breitengrad (Großraum Trondheim) schon wieder im Dunkeln sitzt.
Dann: Alkohol in Deutschland kaufen, die Preise in Norwegen sind für Lebens- und Genussmittel für unsere Verhältnisse astronomisch. Tanken: Faustregel ist, je weiter nach Norden, um so teurer wird der Sprit. In Schweden noch mal voll tanken und Lebensmittel kaufen.An der Küste habt Ihr kaum Probleme, aber in der Tundra werdet Ihr von Mücken, Dasen und Knotts attackiert, dass Euch niemand glauben wird, was da los war. Das einzig vernünftige Abwehrmittel nennt sich Djungelolja, gibt es in Schweden im Konsum oder ICA-Supermarkt. Sehr sparsam verwenden, weil teuer. Aber alles andere ist rausgeschmissenes Geld.
Und Nordkapp? Selber fahre ich da nie hin. 1. es ist Betrug, weil nicht der nördlichste Punkt Europas, ist nämlich auf einer Insel. 2. Moneymachine für die Norweger. Ihr zahlt tüchtig für die Fähre, (ob der Tunnel noch für Motorräder kostet, weiß ich nicht, im Inland zahlen nur PKW Maut) und dann noch für den Parkplatz und nochmals fürs stehen am Geländer auf dem Felsen. Einziger Vorteil, aus 307 m Höhe ist fast immer der Blick auf die Mitternachtssonne frei, weil der Nebel meist nah über dem Wasser steht.
Aber Empfehlung von mir, fahrt lieber zur Nordkynnhalbinsel nach Slettnes fyr. Ist nicht ganz der nördlichste Punkt Europas, aber nahe dran. Zur Nordkynnspitze im Nordwesten der Halbinsel führt keine Piste mehr, Am Leuchtturm ist Schluss. Dort gibt es zwar keinen Stempel oder Aufkleber, aber Ihr seit bei 71° 6´n.B. wirklich am nördlichsten Festlandspunkt Europas, allerdings auf Meereshöhe, und manchmal gibt es dann keine Sonne. Dafür alles gratis. Und schlafen könnt Ihr in Gamvik im Gästehaus oder im Missionshaus. Alternativ geht auch der Norwestzipfel der Varangerhalbinsel bei Berlevag, dort legt die Hurtigroute abends um 11 an. Am Leuchtturm Kjölnes fyr könnt Ihr im Eismeer baden. Hat fast immer 6-7 Grad Wassertemperatur. Wenn Esther Utsi, die Wärterin dabei ist, bekommt Ihr auch noch ein Diplom dafür.
Soweit vorerst, mein Angebot für Fragen gilt. Zusammen fahren fällt ja definitiv wegen der unterschiedlichen Interessen aus.
Dann mal viel Spaß bei der Planung!

Liebe Grüße
Euer Tundrarabbit Detlef

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zuletzt aktualisiert am 15.11.2017